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GRÜNES Dickicht entwirren

twitter GRÜNE

Anlass zu diesem Beitrag war der Kommentar eines Besuchers, der von mir wissen wollte, wie denn nun eigentlich die GRÜNEN zu den aktuellen Osterstraßen-Umbauplänen des Bezirks Eimsbüttel stehen würden. Ich habe versucht, darauf so gut ich eben konnte zu antworten, schließlich bin ich ja selbst kein GRÜNER.
Wie ich es sehe, kann man hier noch einmal lesen:

Das mit den GRÜNEN ist in der Tat eine sehr gute Frage. So ganz und höchstoffiziell hat man schon lange nichts mehr zu deren Meinung zur aktuellen Umbauplanung vernommen, die ja in der Tat schon sehr weit und auch schon bis in die Details vorangeschritten ist (siehe Seite http://www.hamburg.de/eimsbuettel/osterstrasse/ ).
Also, im Grunde ist es schon so, dass die GRÜNEN diese offizielle Planung mittragen. Über weiterreichende Forderungen der Verkehrsreduzierung bzw. -Verbannung, wie “Osterstraße autofrei!” fordert, konnten und oder wollten sich die GRÜNEN noch nicht verständigen.

Gerade gestern gab es eine interessante Wahlveranstaltung der GRÜNEN, in der es genau darum ging: “Wie packen wir die Wende?”. Sie denken das Richtige, glauben, dass viele einzelne Maßnahmen insgesamt betrachtet zum Ziel führen werden aber eben auch: “…es gibt Leute, die fahren gerne Fahrrad, es gibt Leute, die fahren öffentlich und solche, die fahren gerne Auto, weil es ihnen Spaß bringt.” Natürlich sollen alle eingebunden werden und niemand vergrault werden. Nur eben vielleicht hier und da WENIGER Platz für Autos. An wirklich autofreie Zonen scheinen die sich – wenn ich jetzt nicht falsch liege (GRÜNE, dann bitte sofort Bescheid sagen!!!!) jedoch nicht heranzutrauen. Somit scheinen sie sich auch irgendwie selbst im Weg zu stehen. Das ist schade. Genau darum braucht es so etwas wie “Osterstraße autofrei!”. (Kai, 27. Januar 2015)

Via Twitter habe ich die GRÜNEN auf meine Antwort hingewiesen und sie gebeten, mich zu korrigieren, falls ich falsch liegen sollte. Ich glaube, ich lag tatsächlich falsch. Denn ich bekam eine Antwort von den GRÜNEN aus Eimsbüttel. Phillip Engler, Mitglied der Bezirksversammlung Eimsbüttel, zwitscherte:

„Natürlich sind wir GRÜNE für autofreie Zonen in HH. Steht auch im Wahlprogramm“

Gute Idee, da schauen wir gleich mal rein:

„Zwischen den Häusern nimmt der Straßenverkehr einen Großteil des Raums ein. Überproportional viel Platz hat die Mobilität auf vier Rädern. Aber nicht die Autos brauchen die Straßen, sondern die Menschen. Daher ist es sinnvoll, sich die Verkehrsflächen anzuschauen und neu zu bewerten.“

Das steht im aktuellen Wahlprogramm für die Bürgerschaftswahl am 15. Februar, in der Einleitung zum zweiten Kapitel – „2. Mobilität und Stadtentwicklung. Hamburg in Bewegung. Freiraum für alle.“ -, welches sich über stolze 15 Seiten zieht. Auf Seite 46 steht tatsächlich folgendes:

„Um die Innenstadt und Quartierszentren für alle zu einem Ort der Begegnung zu machen, die Umweltbelastung zu senken und den Fuß- und Radverkehr zu stärken, sollen vermehrt autofreie Straßen eingeführt werden. Vorschläge für autofreie Straßen wollen wir im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sammeln und dann vorantreiben.
Langfristig setzen wir GRÜNE uns für eine so weit wie möglich autofreie Innenstadt und Quartierszentren ein.

Boooaaahh. Da muss man erstmal Luft holen…. Genau das, was auch „Osterstraße autofrei!“ fordert. Absoluter Wahnsinn!

Philipp Engler konkretisiert das dann noch weiter:

„Grundsätzlich überall dort, wo Fuß- und Radverkehr dominieren“

Die GRÜNEN, die die Ansichten Jan Gehls auch für sich entdeckt haben und sich von ihnen inspirieren lassen, haben gerade vor zwei Tagen auf einer Wahlkampfveranstaltung einen sehr interessanten Film präsentiert („The Human Scale“), der das Wirken eben dieses dänischen Stadtplaners und Architekten zum Gegenstand hat. Man erfährt hier zum Beispiel, dass die Grundlage allen zukünftigen Handelns ist, zu zählen, worauf es ankommt. Fußgänger zu zählen. An der Osterstraße habe ich das zwar noch nicht gemacht, halte es aber in der Tat für eine sehr sinnvolle Idee. Sollte man mal machen.

So ungefähr zu zählen bekommen wir aber auch auf die Schnelle hin:

16.000 PKWs passieren die Osterstraße etwa täglich (Quelle:  Bachelor-Thesis zu dem Thema Shared Space – Ein neuer Ansatz der Verkehrsraumnutzung , Seite 30 [PDF Download, 5,39 MB]). Dagegen steigen 7.327 Fahrgäste täglich an der U-Bahn Osterstraße ein und aus. NICHT aus der U-Bahn, NUR aus dem Bus!!! (Quelle: Hamburger Abendblatt, „Hochbahn – An diesen Stationen steigen die meisten Hamburger n den Bus“, 15. Januar 2015), Wohlgemerkt – die PKWs gelten für den gesamten Straßenverlauf, die Hochbahn hat ihre Kunden NUR an der Bushalte gezählt. Leute, die im Viertel wohnen und eben fix was einkaufen oder schlicht spazieren gehen gibt’s natürlich auch noch. Und dann, fast vergessen: All die FahrradfahrerInnen. Könnte eng werden mit der Dominanz der PKWs, die quasi als Freibrief herhalten muss, dass die GRÜNEN leider nichts machen können.

Aber der GRÜNE aus der Bezirksversammlung weiß es ganz genau:

„Bei aber passt es nicht.“

Im Wahlprogramm geht’s dagegen wunderschön weiter:

„Wir möchten den Trend verstärken: weg von einer Fokussierung auf den Autoverkehr, hin zu einer Stärkung von Fuß, Rad, Bus und Bahn, insbesondere einer neuen Stadtbahn“

Ach ja, Philip Engler twitterte natürlich auch gleich noch, warum es nicht passt:

„1. gibt derzeit keine politische Mehrheit. 2.Osterstraße hat wichtige Funktion im Straßennetz & Sperren heißt auch Verlagern“ 

„Das bedeutet, dass wir ohne wesentliche Beeinträchtigung anderer Funktionen viele Straßen für dringend benötigte Flächen zum Leben und Begegnen der Menschen beruhigen oder umbauen können. Straßen sind die Konversionsflächen der Zukunft.“

So. Die Verwirrung scheint perfekt zu sein. Und was nun? Einen geplanten Umbau kann man immer noch umplanen. Was man aber vor allem kann, ist – gerade in Wahlkampfzeiten – zu sagen, was man will. Auch und gerade ihr GRÜNEN dürft das. Diese Seite lädt Euch jederzeit dazu ein.
Was aber gar nicht geht, ist nicht zu wissen, was man will. Schlimmer wäre nur noch, wenn mehr als nur „nicht wissen wollen“ dahinter steckt. Es könnte glatt der Eindruck entstehen, dass ihr uns für dumm verkaufen wollt.

PS: zum Thema „politische Mehrheit“ war übrigens auch schon mal was: „GRÜNE – habt mehr Mut!“

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So geht Verkehr in Hamburg 2040 – bis dahin starke Sprüche und „Wünsch dir was!“

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Selten geht „Wünsch dir was!“ so gut wie in Wahlkampfzeiten. Da werden vollmundige Versprechen gegeben und starke Sprüche gekloppt. Zu schön, wenn dem auch ebenso starke Taten folgen würden. Denn wenn die GRÜNEN die Wahl gewinnen, würden sich wahrscheinlich fast alle Probleme in sauberste Luft auflösen. „Osterstraße autofrei!“ wird an die Plakate erinnern, nach eventuellen und erfolgreich geführten Krötenschluck-Koalitionsverhandlungen…

Die anderen, und zwar nicht nur Parteien, sondern auch Verbände und Institutionen, lassen sich natürlich nicht lumpen und wünschen ordentlich mit. Der NDR hat um Wünsche gebeten und folgende Frage gestellt:

„Wir schreiben das Jahr 2040. Sie haben alle Möglichkeiten, Ihre Wünsche wahr werden zu lassen. Wie sieht der Verkehr in Hamburg nach ihren Vorstellungen aus?“

Hier sind die Antworten: Perfekt für den Überblick und sehr lesenswert! (Zur NDR Seite)

DU entscheidest! Große Umfrage

wahl 2015

Gerade noch ein Monat, dann wird gewählt!
„Osterstraße autofrei!“ möchte von euch wissen, wen man am 15. Februar seine Kreuzchen geben sollte, um hinterher möglichst tatsächlich merkbare Veränderungen wahrnehmen zu können.

Wer setzt sich am meisten für die Belange von FahrradfahrerInnen ein, wer stärkt den öffentlichen Nahverkehr, wer arbeitet tatsächlich an der von allen Seiten so viel beschworenen Mobilitätswende, leistet so einen Beitrag zum aktiven Luft- und Klimaschutz? Wer ist eher bereit, öffentlichen (bisherigen Fahrspur-) Raum neu aufzuteilen? Und vor allem: Wer setzt sich am meisten ganz schlicht und einfach für die ein, die auf alles verzichten und einfach so kommen, wie der Mensch erschaffen ist – als Fußgängerin oder Fußgänger?

Wenn man bisher durch die Stadt wandert, fallen einem, zumindest was die Wahlplakate betrifft, nur wenige Exemplare auf, die das Thema Verkehrsproblematik anschneiden. Noch immer merkwürdig wenige von ihnen beschäftigen sich mit einem der wichtigsten Zukunftsprobleme Hamburgs, nämlich der Frage, wie wir in einigen Jahren leben wollen, wie die Stadt aussehen und wie der Verkehr organisiert werden soll. Auch auffällig: Es sind die kleinen Parteien, die es auf ihre Bilder bringen. Die LINKE immerhin will die Fahrpreise für den HVV senken, die Piraten gleich Freifahrt für alle und selbst die AfD verspricht „Alternativen in der Verkehrspolitik“….
Von den großen ist noch weiter nichts zu sehen. Bloß nicht anecken, sich ja nichts verbauen lassen scheint die Devise zu sein.
Wollen wir es den Parteien tatsächlich so einfach machen, sich einfach irgendwie durchmogeln zu können?

Wir wären ganz schön blöd, wenn wir dieses Spielchen unkommentiert mitspielen würden….

Bitte teilt und verbreitet diese Umfrage!

Von Wahlen und Weihnachten

weihnachtsdorf
Wo sich hier die Massen tummeln ist klar: Auf der Fahrbahn!

Weihnachten steht vor der Tür, bald ist das Jahr gelaufen und um „Osterstraße autofrei!“ ist es in letzter Zeit recht ruhig geworden. Ersteres stimmt auf jeden Fall, Letzteres nur bedingt. Hinter den Kulissen wird weiter fleißig gewerkelt. Solange es Dinge gibt, die besser sind als das, wie es ist oder werden soll, werde ich weiter machen, das auch zumindest zur Sprache zu bringen. Veränderung zu wünschen bzw. vielleicht ja auch ein wenig zu bewirken, braucht Zeit und Ausdauer. Vor allem braucht es aber, weiter präsent zu sein. Das will ich tun – auch im nächsten Jahr.
Denn gute Gründe gibt es schließlich mehr als genug.

Da wäre zum Beispiel der Tag, an dem der gemeine Hamburger nach vier Jahren mal wieder ein kleines Wörtchen mitzureden hat. Der Tag, an dem der Scholzomat zumindest für einige Stunden mal genauer Hinhöhren und -sehen muss. In nicht einmal zwei Monaten ist es schon soweit und während sich unsereins durch fette Gänsebraten mampft, kann sich König Olaf entspannt zurücklehnen und sich über den bisher kaum wahrnehmbaren und müden Wahlkampf eigentlich nur freuen. Läuft alles glatt für ihn und die Seinen und kann er alleine weiter regieren, dürfen wir uns als Dankeschön sogar auf noch längere Zeiten gefasst machen, in denen wahrscheinlich in Sachen neuer Denke für Verkehr, Lebensqualität und Umweltbelange alles nur ähnlich schleppend und halbherzig voran geht wie bisher. Denn das nächste Mal wird dann erstmals nach fünf Jahren, 2020 wieder gewählt.
Also liebe Hamburger, wacht auf!!!

Wo bleiben eigentlich all die Radfahrer, die mehr Platz auf den Straßen für sich reklamieren? Critical Mass radeln mal eben 5000 mit, dumm nur, dass es keine Demo ist, wie ja selbst gesagt wird. „Wir blockieren nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr!“. Spaß zu haben, ist das eine, klare, eindeutige Forderungen zu stellen aber etwas ganz anderes. Während die Kita-Erzieher und die Hamburger Elternschaft mit gerade mal 4000 Menschen bisher einmalig auf die Straße gingen und demonstrierten („25% mehr!“) und Sozialsenator Scheele sich tatsächlich zum Handeln genötigt fühlte (auch wenn es bisher nur Witzschrittchen sind), hört man von der immer größer werdenden Radlerfront eigentlich nix. Wäre ich Olaf, würde ich ‚An der Alster‘ auch alles schön 6-spurig lassen und mich nicht mit quengelnden Autofahrern herumstressen. Das macht er ja mit seiner Busbeschleunigung schon mehr als genug. Als nettes Beiwerk kommen hier und da ein paar Schutzstreifen an die Kreuzungen. Im adfc-Interview legt der Bürgermeister seine Sicht der Dinge dar. „Nicht immer nur reden, einfach machen!“ ist seine Devise und damit’s auch wirklich alle verstehen, verspricht er das. (adfc HH, 24.11.2014, „Machen!“) Gegen diese „versteckte Drohung“ scheint selbst der Chefsprecher vom Hamburger adfc nicht anzukommen. Das kann ja heiter werden.

Wenn man eine Kreuzung erneuert, sie „durchdesignt“, wird sie hinterher in aller Regel vor allem eines: Leistungsfähiger – in erster Linie für den motorisierten Verkehr. Einem Radler hat das, obwohl er offenbar den Regeln nach korrekt gefahren war, nichts genützt. (Mopo, 15.12.2014, „Vom LKW überrollt – Radfahrer stirbt“) Auf Hamburger Asphalt endete so schon das Leben des 11. Radfahrers allein in diesem Jahr. Trauriger Rekord.
Aber Protest?!? I wo…

Dabei gäbe es schon Möglichkeiten. Sensoren oder Videokameras, vorne am LKW montiert, die auf Menschen im Toten Winkel anschlagen, endlich per Gesetz als Nachrüstung vorzuschreiben. Zu teuer? Dann wenigstens die Aufstellfläche für Radfahrer mit reichlich Platz vor der Haltelinie der PKWs und LKWs – schön über die komplette Spur gezogen, zumindest auf der rechten. Das würde den Verkehr zwar verlangsamen, vor allem aber sicherer machen als an den Rand und in tote Winkel gequetschte Radfahrer.
Nur – ist da Jemand, der sich vorstellen könnte, das auch mal herbeizudemonstrieren? An der vergleichsweise kleinen Osterstraße könnte man das so machen. Wenigstens hier. Gerade jetzt. Endlich mal lernen.

Die GRÜNEN scheinen das diesmal zu tun. Blöd nur, dass man sich da Leute als Zugpferd nimmt, mit denen sie sonst wohl eher fast nichts am Hut haben. Weil der Bus flotter fahren soll und dafür leider, leider ein paar Parkplätze flöten gehen, zückten die Macher von „Unser Uhlenhorst“ und „Unser Mühlenkamp“ zur Sicherheit gleich die ganz große Keule: „Stoppt das Busbeschleunigungsprogramm“, deren gemeinsame Volksinitiative, schien keine Mühe zu haben, ratzfatz mehr als 20.000 Unterschriften zusammenzubekommen. (MOPO, 13.12.2014 „Stoppen Bürger Hamburgs Busbeschleunigungsprogramm?“ [€]) Das kann der Senat nicht einfach ignorieren, das muss er wenigstens offiziell zur Kenntnis nehmen und Stellung beziehen. Scholz entscheidet sich erstmal konsequenterweise für’s einfach Weitermachen, obwohl inzwischen offenbar klar ist, dass das Programm in den nächsten Jahren deutlich abgespeckt bzw. ganz eingestellt wird, weil schlicht keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung stehen oder besser – eine Weiterführung über das Jahr 2016 hinaus nicht mehr gewollt ist. Die GRÜNEN, die endlich mal wieder eine Möglichkeit sehen, ihre Straßenbahn aus der Schublade zu ziehen, springen dankbar auf die 20.000 auf und bekommen sich auch noch selbst in die Flocken (Hamburger Abendblatt, 13.11.2014 „Stopp  der Busbeschleunigung entzweit die Grünen“). Schlauer wäre sicher anderes: Aus eigener Kraft Stimmung zu machen. FÜR eine Straßenbahn, z.B.. Oder: Gegen die Busbeschleunigung – im Lichte von „Unsere Uhlenhorst“ aber sicher eher ein Spiel mit dem Feuer… Dann doch lieber faire Schoki naschen.
Mutig ist das alles nicht.

Schauen wir noch einmal auf die Osterstraße. In 3 Monaten hatte ich keine 20.000 zusammen, aber immerhin über 500. Allerdings – das muss ich schon zugeben – ist das Anliegen (leider noch) nicht so massenkompatibel wie Parkplätze zu schützen und freie Fahrt für freie (Auto)Bürger. Trotzdem ist eine Menge erreicht. „Osterstraße autofrei!“ ist zumindest in Eimsbüttel ganz gut rum gekommen, war im Gespräch, in den Medien und ist auf der letzten (dritten) Informationsveranstaltung des Bezirksamts in der dort gezeigten Präsentation sogar quasi namentlich genannt worden. Dahinter steht, als einziges in rot: „NEIN“.
Ansporn genug, sich nicht auf die faule Haut zu legen. (Präsentation vom 28.10.2014/Hamburg.de/Contentblob – Seite 23)

Im nächsten Jahr soll es ein neues, zweites Straßenfest auf der Osterstraße geben. Natürlich steht es unter ganz anderen Sternen als das bekannte Volksfest im Frühsommer. Daran arbeiten wir bereits. Wir, das sind neben mir auch etwa 5 Leute, die sich zusammengefunden haben, um dieses Projekt gemeinsam mit professioneller Hilfe Wirklichkeit werden zu lassen. Es wird einiges auf uns zu kommen und wir sprudeln über vor Ideen. Wir wünschen es uns und ich hoffe sehr, dass wir es auch tatsächlich schaffen werden und nicht auf halber Strecke die Segel streichen müssen. Später werden wir auch auf tatkräftige Hilfe von möglichst vielen angewiesen sein. Lasst uns zeigen, was alles auf dem linken Alsterufer steckt – und Eimsbüttel geht voran…

Erstmal aber: Runterkommen. Ab auf die Straße und den Weihnachtsmarkt. Davon gibt es ja jetzt sogar zwei im Viertel. Der neue an der Apostelkirche scheint sogar ganz gut angenommen zu werden. Ich höre von vielen, dass sie es so viel entspannter finden, hier hin zu gehen, weil er nicht ganz so brechend voll ist wie der an der Osterstraße. Weil auf jeden Einzelnen Besucher viel mehr Platz kommt. Auf dem Fanny-Mendelssohn-Platz muss dagegen weiter gekuschelt werden. Der Freiraum liegt leider nebenan, auf den Fahrbahnen. Noch….

Vielen Dank Euch allen für die Unterstützung der Petition und für Euer Interesse. Ich werde mein Bestes geben, Euch auch in Zukunft mit Interessantem rund um die Osterstraße, Stadtentwicklung, Hamburger Verkehrs- und Fahrradpolitik zu versorgen. Vor einigen Personen und Organisationen mach ich artig einen Knicks und bitte um Nachsehen, sollte ich mal ein wenig zu doll auf die Palme gegangen sein. Ich bemühe mich, fair zu sein, doch manchmal geht’s nicht anders und braucht es Klartext  😉

Allen zusammen wünsche ich – auch im Namen aller vom „Team Osterstraße autofrei!“ – fröhliche Weihnachten und ein besinnliches Fest!

Auf ein neues, spannendes Jahr mit der autofreien Osterstraße!
Kommt‘ gut rein!

Kai