Schlagwort-Archive: radweg

„Wir schenken uns ’nen Radweg!“ – zweite RAD-DEMO auf der Osterstraße

Moin zusammen,

die erste KURS FAHRRADSTADT Demo war ein voller Erfolg und hat es – sicher auch dank der Osterstraßen-Eröffnung – in überproportional viele Medien, TV und Presse geschafft. Allen Teilnehmenden war die Lust an der Aktion anzusehen.

Weil es so gut war und wir glauben, dass es sogar noch besser geht, gibt es am Sonnabend, den 2. Dezember, um 12:00 Uhr die zweite Rad-Demo auf der Osterstraße. Diesmal legen wir noch eine Schippe drauf und richten einen provisorischen, breiten Zweirichtungsradweg ein. Dafür sperren wir die halbe Fahrbahn ab und machen die Osterstraße zur Einbahnstraße. Denn wir wollen, dass der Verkehr in ruhigen Bahnen fließen kann. Dazu benötigen die verschiedenen Verkehrsträger jeweils eigene, sichere Verkehrsräume. Passend zum Weihnachtsshopping in der Einkaufstraße schenken wir uns daher selber einen tollen Radweg!

Die neue Osterstraße wird noch immer kontrovers diskutiert und steht hamburgweit sowie aufgrund der Nominierung zum deutschen Verkehrsplanungspreis 2017 bundesweit im Fokus der Aufmerksamkeit. Der hohe Symbolwert dieser Straße ist der Grund, weshalb wir hier zu einer zweiten Rad-Demo aufrufen.

Bringt wieder Dosen, Pömpel und Co mit, werft euch und eure Räder in weihnachtliche Schale, kommt zahlreich in rot und gut bemützt. Wir freuen uns auf euch.

Auch freuen wir uns sehr über jede unkomplizierte Hilfe vor Ort, um auch die zweite Rad-Demo zu einem Erfolg zu machen. Alle, die uns gerne unterstützen möchten, laden wir ein, sich kurz einmal auf der „Mitmachen“-Seite von KURS FAHRRADSTADT umzusehen. Alle weiteren Infos findet ihr dort.

Kai und das Team von KURS FAHRRADSTADT

Was natürlich immer geht:
KURS FAHRRADSTADT auf unterzeichnen – wir sind bald 1.800!
Hier: Petition KURS FAHRRADSTADT auf change.org

Bitte teilt, liked und retweetet diesen Rad-Demo Aufruf in euren Netzwerken – vielen Dank!

Aufruf_KFHH_Demo_02-12-2017

Advertisements

Fahrradstadt schwer gemacht

kfhh_farbe_uniEs ist immer wieder ist es erstaunlich, wie schwer man sich in Hamburg tut, die Fahrradstadt als etwas Ernsthaftes oder gar Ganzheitliches zu begreifen, zu denken und vor allem zu bauen. Doch statt sich mit ihren Bedürfnissen ein wenig tiefgehender zu beschäftigen, muss wieder mal die Oberfläche herhalten, auf die – voila! – ein bisschen weiße Farbe kommt und plötzlich ist die Fahrradstadt über Nacht wieder um ein Stückchen gewachsen. Mit dieser Taktik tut sich vor allem Altona gerade besonders hervor.

Mehr zu den Themen

Neuer Radweg vor dem Bahnhof, das Geschacher um den Elbstrandradweg und über einen Unfall an einem Zebrastreifen, bei dem eine 17-jährige Schülerin schwer verletzt wurde, die nur auf ihrem Fahrrad fuhr,

findet ihr im hier im Original-Beitrag auf KURS FAHRRADSTADT.

Hm, und nun?!?

_MG_6351
Gleich geht’s ganz auf den „Radweg“ – also – der Bus ist gemeint

Gerade eben an der Bushalte U-Bahn Osterstraße erlebt: Ich warte auf den Bus, er kommt und weiter hinter ihm folgen einige Radfahrende auf dem neuen Schutzstreifen. Der Vierer fährt ran, Türen auf, ich rein und weil’s voll ist, gehe ich nach hinten durch und sehe wieder die Radfahrer, die nun bis auf wenige Meter hinter den Bus aufgefahren sind. Doof nur, dass nun der Bus, der noch längst nicht fertig ist, ihren „Radweg“ blockiert, denn er verläuft ab hier direkt auf der Bushaltestelle. Sie, offenbar ein etwas älteres Pärchen, beginnen nun, links am Bus vorbei zu radeln. Kaum sind sie auf Höhe der Busziehharmonika angekommen, fährt dieser an. Um kurz darauf wieder vor der noch roten Ampel anzuhalten. Die beiden Radfahrer lassen sich zurückfallen, scheren nun wieder hinter den Bus ein und möchten wieder ganz nach rechts, um zurück auf „ihren“ Schutzstreifen zu kommen. Aus irgendeinem Grund fährt der Bus doch nochmal einige Meter vor, um abermals wieder abrupt zu bremsen. Während der Mann auf dem Rad wieder auf dem Schutzstreifen ist, wäre die Frau bei dieser Aktion beinahe an die hintere rechte Busecke gerasselt. Alles nochmal gut gegangen, die beiden schauen sich fragend und leicht verwirrt ob der Situation an, dann setzen alle ihre Fahrt fort.

 
Ich finde, das Verhalten der Radfahrer entspricht eigentlich dem ganz normalen Menschenverstand. Parkt oder hält etwas auf meinen Wegen, fahre ich, wenn es geht, daran vorbei. Mal angenommen, die Radfahrer wären noch einige Meter weiter gekommen, der Bus fährt parallel ab, dann stehen die Radler gleich links vom Bus an der Haltelinie – mitten auf der Kreuzung und weit ab vom Schutzstreifen.
 
Radwege direkt über Bushaltestellen zu führen ist doch Mist! Leider wird dieses Vorgehen immer mehr in Hamburg eingeführt, schön zu sehen auch an der Kreuzung Osterstraße/Schulweg auf dem Ring2. Hört bitte auf mit diesen undurchdachten Fahrrad-Lösungen, die alles sind, nur eines nicht: Sicher. Gebt den Bussen, was Busse brauchen – und den Rädern, was Räder brauchen. Aber richtig!
 
Ein Grund mehr, jetzt KURS FAHRRADSTADT gut zu finden und auf change.org zu unterzeichnen.