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So sieht’s aus…

Schöne Idee - bleibt ein Traum...
Schöne Idee – bleibt ein Traum…

Die letzte große Vorstellung der Umbaupläne vor Beginn der Bauarbeiten in der Osterstraße ist gelaufen, der Vorhang gefallen. Bereits ein viertes Mal wurden die EimsbüttelerInnen ins Hamburg Haus zur Informationsveranstaltung eingeladen, um diesmal den vorläufigen Endzustand der Planungen präsentiert zu bekommen. Ab September sollen dann die Bagger rollen.

Um es ganz kurz zu sagen:
JA, sicherlich geht es in die richtige Richtung.
Und NEIN, wirklich zuende gedacht ist auch dieser Plan nicht.

Die Straße wird schöner werden, keine Frage. Wahrscheinlich werden auch ein paar weniger Autos in Zukunft hier fahren. Der Fußgänger bekommt deutlich mehr Platz, die Räder müssen auf die Straße und die Hälfte der Parkplätze fällt weg.

Der adfc erwähnt in seiner Pressemitteilung zum letzten Stand der Osterstraßendinge [„Wie Fahrradfreundlich wird Hamburg?“, adfc Hamburg, 30. Juni 2015], dass ihn die Planungen sehr an die Shared Space Ideen aus dem Jahre 2008 erinnern würde. Shared Space wurde in Hamburg niemals umgesetzt und ist vor nicht allzulanger Zeit zu recht selbst aus den Konzeptschubladen wieder verbannt worden.

Einer, der es wissen muss, bringt es auf den Punkt: Jan Gehl, einer der gefragtesten Urbanisten der Welt, schreibt in seinem Buch „Städte für Menschen“ , dass eine Mischung des Verkehrs sicherlich möglich ist, nicht jedoch auf Basis einer Gleichwertigkeit aller VerkehrsteilnehmerInnen, wie es etwa das Shared Space Konzept voraussetzt. Fußgänger kämen allerdings auch gut mit Autoverkehr zurecht, wenn für alle Verkehrsbeteiligten klar geregelt sei, dass Fußgänger Priorität haben. Wo dieses nicht möglich sei, bliebe nur eine klare Trennung der Fußgänger vom übrigen Verkehr.

Fußgängern wird also großzügig mehr und vom übrigen Verkehr getrennter Raum zugebilligt, dafür hapert es aber mit der Gleichwertigkeit der VerkehrsteilnehmerInnen an anderen Stellen gewaltig. So müssen sich RadfahrerInnen immer dort, wo der dürftige Schutzstreifen nur noch in Piktogramme ohne Streifen jeglicher Art übergeht, wieder in den fließenden motorisierten Verkehr einfädeln. Das ganze sei ein Pilotprojekt und könne ja womöglich eine Vorstufe zu einer zuküntigen Fahrradstraße sein, so die mutige Aussage eines Planers. Auf der selben Veranstaltung klärt er aber auch darüber auf, dass Einbauten, wie sie auf den geriffelten Querungsmittelstreifen geplant sind, auch wieder abgebaut werden könnten, wenn sie dem Ausweichverkehr im Weg sein sollten. Wie zu sehen, wenn man die beiden Planungsversionen von Oktober 2014 und Juni 2015 vergleicht [Mediathek Stadtraumerneuerung Osterstraße], schien bereits einiges im Weg gewesen und inzwischen eliminiert zu sein. Vorrangschaltungen für Radler und auch für Fußgänger an den Ampeln bleiben Wunschkonzert. Tempo 30, welches nun endlich auf Teilen der Bundesstraße eingeführt wurde [„Auf der Bundesstraße gilt Tempo 30“, Eimsbütteler Nachrichten, 16. Juli 2015], bleibt trotz zahlreicher Interessierten- und Anwohnerwünsche an der so stark belebten, von Menschen allen Alters und sehr vielen Kindern frequentierten Osterstraße selbstverständlich ebenso in unerreichbarer Ferne.

Lebensqualität, saubere Luft und weniger Lärm scheinen für die Eimsbütteler Bezirksregierung Zustände zu sein, die auf keinen Fall irdischer Natur sein können. Selbst bei der Bürgerbeteiligung des Amtes wurden die Wünsche geäußert, Tempo 30 und sogar autofrei wenigstens ernsthaft zu prüfen. Auch wenn nur ein paar Leute ihr Stimmchen abgegeben haben, ist immerhin etwa die Hälfte für derartige Lösungen. Man staune: Obwohl die Hälfte der Parkplätze entfallen soll, hört man auf den Infoveranstaltungen nur recht wenig Einwände dagegen. All das wird allerdings genauso geflissentlich ignoriert wie die über 500 Unterschriften, die „Osterstraße autofrei!“ gesammelt hatte. Darüber gab es hier schon einmal einen Artikel, der die Pseudo-Bürgerbeteiligung unter die Lupe nimmt [„Bürgerbeteiligung nur Farce,“ Osterstraße autofrei!“, 6. Juli 2014 sowie dessen Kommentar samt Link dazu].

Wie in allen drei vorherigen Informationsveranstaltungen wird dagegen auf eine beinahe schon monströse Vorgeschichte der Osterstraßenplanungen hingewiesen und man lobt sich, dass man es sogar geschafft hat, mit 42 Schnittstellen zusammengearbeitet zu haben. Dafür ist das Ergebnis, abgesehen davon, dass optisch mächtig aufgebrezelt wird, mehr als peinlich.

New York hat das vor einigen Jahren viel simpler gemacht. Heute freuen sich die Menschen in Big Apple über einen überwiegend autofreien Times Square und einen Broadway, der in Teilen zur Fußgängerzone geworden ist. Die Ergebnisse und Erfahrungen, die hier gemacht wurden und werden, sind mehr als beeindruckend. „Learning from Broadway“ [Gehl Architects Blog, 18. Juni 2010] sollten sich die Eimsbütteler und Hamburger ChefplanerInnen lieber noch einmal ansehen, ebenso den Artikel „Leben zwischen den Häusern“ [Greenpeace Magazin, März 2015, Broadway erst kurz vor Artikelende!]. Denn bevor der Broadway umgebaut wurde, wurde  er kurzerhand über einige Monate befristet für den Autoverkehr gesperrt und Stühle auf die Straße gestellt. Mehr brauchte es nicht, um einen Stein mächtig ins Rollen zu bringen.

In Eimsbüttel dagegen ticken die Uhren anders.  Ursprungspläne werden verwässert, Autos dürfen Busse wieder überholen. Testphasen, günstig und einfach zu haben, sind hier ohnehin nicht nötig.

Nicht einmal für „Neuland STRASSE“ gibt es bisher eine Zusage. Dem Projekt, welches nur einen kleinen Teil der Osterstraße und diesen auch nur für drei Tage sperren lassen wollte, um neben einem Forum für nachhaltige Verkehrs- und Stadtplanung ganz einfach zu demonstrieren, was alles möglich wäre. Um es genau zu sagen, haben wir noch immer keine offizielle, endgültige Stellungnahme erhalten, nicht einmal ein Gesprächsangebot. Dass wir dabei auch noch als ein Pilotprojekt mit einem interessanten Stadtentwicklungsprojekt zusammenarbeiten (Stadtmacher), welches vom Bund gefördert wird, Schwamm drüber. Deutlicher kann man wohl nicht zum Ausdruck bringen, dass echtes Interesse an nachhaltigen Veränderungen nicht vorhanden ist.

Vielleicht denken wir von „Osterstraße autofrei!“ in der Tat zu visionär für die hiesigen PolitikerInnen. Mag sein, dass wir unserer Zeit schlicht zu weit vorraus sind und uns weitere 20, 30 Jahre mit dem Status quo abfinden müssen. Es gibt nur eines, was beim Osterstraßenumbau glasklar ist: Eimsbüttel hat sich wieder für das Auto entschieden. Das ist vor allem eines –
die menschenfeindlichste Lösung schlechthin.
Und 7 Millionen Euro teuer.

weitere Links:
„Einbahnstraße Osterstraße“, Eimsbütteler Nachrichten, 2. Juli 2015
„Stadtraumerneuerung Osterstraße“, offizielle Webseite der Stadt.

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Tod vor Osterstraße

Am Montag dieser Woche (19. Januar ) kam es nur wenige Meter vor dem Beginn der Osterstraße zu einem fatalen Unfall (Mopo, 19. Januar 2015, „Lebensgefährliche Verletzungen! Joggerin (45) angefahren“) Eine Joggerin wartete morgens gegen 8 vor der Fußgängerampel am Kaiser-Friedrich-Ufer, drehte Warmhalterunden, um dann bei Grün die Fahrbahn zu passieren. Ein Mercedes konnte nicht mehr bremsen – ganz offenbar fuhr er noch bei Rot-total über die Ampel. Nur die Brücke über die Isebek trennt die Unfallstelle von der Osterstraße, die hier Bundesstraße heisst.
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Drei Tage später, am Donnerstag, erlag die 45 Jährige im UKE ihren Verletzungen. (Eimsbütteler Nachrichten, 23. Januar 2015, „Joggerin erliegt Verletzungen“)
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Der Unfall macht – wieder mal – völlig sprachlos. Den Angehörigen sei an dieser Stelle aufrichtiges Beileid bekundet. Solche Unfälle, so sinnlose, machen wütend und schockieren einfach.
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Auf leider tragische Weise wird wieder einmal ein Grund sehr deutlich, weshalb „Osterstraße autofrei!“ unter anderem die Verbannung des Individualverkehrs aus dieser Straße fordert:
Diese Straße ist in weiten Abschnitten hochfrenquentiert von Fußgängern jeden Alters und Radfahrern. Eben genau darum haben Autos im Herzen eines so belebten Viertels wie Eimsbüttel nichts verloren und gehören an den Rand zurückgedrängt.
Denn – man weiß um diese Fakten, sie sind bekannt und jeder, der diese Straße kennt, kann es bestätigen.
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Wenn beim Umbau der Osterstraße wider besserer Kenntnisse – die ja mehrmals vor breiter Öffentlichkeit selbst von den Behörden präsentiert wurden und worüber hier ausführlich berichtet wurde (siehe „GRIFFELPFLASTERWUNDER- MITTELSTREIFEN ODER: WIE DIE NEUE OSTERSTRASSE WERDEN SOLL“ und „BUMMLER STECHEN RADLER AUS“) – eben diese bewusst und oder geflissentlich ignoriert werden zugunsten freier Fahrt für Autos ist dies im Grunde eine Sache, die man fast schon als fahrlässiges Handeln bezeichnen könnte. Sollten sich nach dem Umbau derartige Unfälle wiederholen, gibt es klar Verantwortliche dafür – zumindest moralisch.
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Es braucht auch niemand zu kommen und zu sagen, dieser Unfall hätte überall passieren können. Ja, das hätte er. Niemand braucht anzumerken, die Läuferin hätte ja noch einmal gucken können. Es braucht auch Niemand wegen Parkplätzen zu kommen und Niemand von wegen dass er eben nicht mehr direkt vor der Tür mit dem Auto erreichbar wäre. Auch braucht Niemand etwas von drohendem Verkehrschaos in diesem Quartier zu erzählen. Keine‘ Abers‘! All das ist nämlich nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass es langsam an der Zeit wäre, einiges zu ändern. Realitäten endlich mal ins Auge zu sehen. Es endlich auch anzupacken. Irgendwo geht’s immer los, am Ende steht hoffentlich ein durchdachtes Verkehrsleitkonzept für den ganzen Stadtteil. Vor allem geht es aber darum, notwendige Veränderungen nicht als Gefahr, sondern als Chance für Neues zu sehen.
So ein Zeitpunkt wäre jetzt.
Ganz genau jetzt.
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„Der größte Teil städtischer Wegstrecken bleibt unter 5 km. Optimal für Fahrrad- und Fußverkehr. Nimmt man noch den Transitverkehr von der Bundes- und Osterstraße eröffnet sich Raum für Fahrrad und Fußgänger. Müssen nur noch die bestehenden gewerblichen und sozialen Verhältnisse gesichert werden gegen eine ungezügelte Gentrifizierung, könnten Oster- und Bundesstraße als mustergültige Beispiele für zukunftsgerechten Stadtverkehr “in die Geschichte eingehen”.
Petitons-Kommentar  von Prof. Dr. Jochen Hanisch, einem Unterstützer der Petition „Osterstraße autofrei!“,
im Juli 2014
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(siehe auch „Darum autofrei!“)
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Bummler stechen Radler aus

Wenn's dunkel ist, fast autofrei...
Wenn’s dunkel ist, fast autofrei…

Zuletzt gab es jeweils zwei Informationsveranstaltungen, eine für die Gewerbetreibenden und eine für die“Öffentlichkeit“. Zumindest die letzte Zusammenkunft für die Geschäftsleute war aufgrund des leider erschreckenden Desinteresses und nur sehr wenigen erschienenen Geschäftsleuten eine müde Schnarchveranstaltung die mehr dem Selbst-Entertainment des Podiums diente. In Zeiten knapper Kassen hat der Bezirk dieses Privileg diesmal abgeschafft und nur noch einen Termin für alle gesetzt. Also begab sich die interessierte Eimsbüttelschaft letzte Woche schon das dritte Mal ins Hamburg Haus, um zu erfahren, was für Schönheit aus 7 Millionen Euro entstehen soll. Bei der vorgestellten Planung handelt es sich noch nicht um die Endfassung, allerdings ist wohl nur noch mit wenigen eher kleinen Änderungen zu rechnen, wenn es überhaupt zu welchen kommen sollte.

„Schönheit“ ist, auch wenn man über Geschmack bekanntlich streiten kann,  ein recht guter Ausdruck für das, was der Bezirk an der Osterstraße vorhat – im Gegensatz zu Begriffen wie „Vernunft“, „durchdacht“ oder „nachhaltig“.

„Schön“ wird es in Zukunft für alle, die zu Fuß unterwegs sind – sie bekommen etwa 3000 m² mehr Platz  als bisher. Wo es sich bald gut bummeln lässt, müssen die Radfahrer weg – sie kommen auf die Straße und dürfen sich dank diverser Stellen vor allem zwischen Heußweg und Methfesselstraße, an denen es nicht einmal mehr Schutzstreifen gibt, mit den Autos um den verbliebenen Platz zoffen. Neu ist noch, dass das „Betrachtungsgebiet“ ein wenig vergrößert wurde und sich auch das Stückchen Heußweg bis zur Ecke Stellinger Weg über neue Schönheit (Kreisel) freuen kann. Das Beste: Die Hälfte der Parkplätze wird mal eben abgeschafft.

„Osterstraße autofrei!“ hat das Ziel, die Lebensqualität dieser Straße und somit Eimsbüttels insgesamt deutlich zu stärken, so gesehen ist erstmal alles, was dem Menschen wieder mehr Platz gibt, ein Schritt in die richtige Richtung. Die Vision ist allerdings eine andere und darum gibt es natürlich auch jetzt wieder eine ganze Menge Dinge, für die einige Leute lieber noch einmal ihren Kopf benutzen sollten statt gleich zum Bagger zu greifen.

Tatsächlich bekommen wir es, wie es schon auf der letzten Info-Veranstaltung angekündigt wurde, mit tollen „Griffelpflastersteinmittelstreifen“ zu tun, die das Überqueren der Straße deutlich vereinfachen sollen. Immerhin zählten die Planer an mehreren Stellen bis zu 200 Fußgängerüberquerungen pro Stunde außerhalb der Ampelbereiche (Präsentation zweite Informationsveranstaltung vom 3.7.2014 – Seite 65) . Die Mittelstreifen werden nun dort eingeplant, wo die Straße verbreitert werden kann. An anderen Stellen wird die Straße verengt und dadurch eine Querungshilfe erreicht. Für Autos entsteht so ein „Rhythmus“, denn sie müssen schlängelnd durch die Straße manövrieren. Soweit so gut.

Human zu planen, heißt aber auch, nicht nur  an junge und knackige Mitbürger im besten Alter zu denken, sondern auch an die, die mit der schnellen Welt um uns herum nicht so klar kommen. Human zu planen, sollte heißen, auch an Kinder und alte Menschen zu denken. Gerade die Mittelstreifen werden, erst recht wenn tausende Leute sie nutzen werden, für Kinder zur Gefahr. Sie werden wahrscheinlich dazu verleitet, die Fahrbahn noch eher zu betreten als es heute der Fall ist. Will man als Eltern den verkehrserzieherischen Verpflichtungn nachkommen, bleibt, wie alten Menschen wahrscheinlich auch, nur der diskriminierende Umweg zur nächsten Ampel.

Ein oder zwei zusätzliche Bedarfsfußgängerampeln (die dann aber auch pronto umspringen!) in den Straßenabschnitten (und Zebrastreifen dort, wo der Bus nicht mehr fährt) würden die Sache ganz schnell ganz anders aussehen lassen: Autos MÜSSEN hier halten, einen sichereren Überweg gibt es nicht. Für den Bus wird ein Busbeschleuniungssensor angebracht. Geht ja gerade überall woanders auch…

Frau Piening vom Bezirksamt antwortete auf meinen entsprechenden Hinweis dass man ja eben an die Fahrbahnverengungen gehen könne, wo man alles überblicken könne. Mit Theorie und Praxis ist das aber immer so eine Sache. Eine konkrete Antwort zu meinen Bedenken schon mal gleich gar nicht.

Der Taxistand kommt in den Heußweg gegenüber von Karstadt und Stadtradstationen dafür vor den Wurstgrill sowie an die Bushalte Schulweg. Ansonsten kommen schicke neue Bänke und Gehwegsteine in schöner Optik samt neuen trapezartigen Einfassungen um die Bäume, auf denen man, das wurde nicht so ganz klar, eventuell auch sitzen kann. Keine Frage – der Fußgänger ist, als der am häufigsten dort vorkommende Verkehrsteilnehmer, auf jeden Fall ein Gewinner. 

Die Pseudoverlierer Autofahrer büßen zwar ein wenig Platz ein und müssen diesen noch dazu mit den Radfahrern teilen, aber da sie ja mit Knautschzone und oftmals einem ganz anderem Selbstverständnis unterwegs sind dürfte klar sein, wer, trotz auf dem ersten Blick besserer Konditionen, die wahren Verlierer sein dürften: Alle diejenigen, die sich mit dem Rad bewegen. Nicht einmal durchgängige Schutzstreifen gibt es, Fahrradstreifen schon mal gleich nirgends. Dafür wird an allen Kreuzungen bis auf an der Methfesselstraße das indirekte Abbiegen eingeführt. Radfahrer brauchen also, wenn sie regelkonform abbiegen wollen, doppelt so viel Zeit wie Autofahrer und doppelt soviel Zeit als heute, wenn sie auf der Straße fahren. Das mag an großen Straßen vielleicht ganz sinnvoll sein, aber hey, dies ist nur die Osterstraße! Warum nicht den Radfahrer-Halteplatz komplett durchgezogen vor der Haltelinie der PKW’s – an Kreuzungen wie Hellkamp oder Schwenckestraße?!? Warum sagt keiner was? Wo bleibt der Aufschrei? Wollten die GRÜNEN nicht kämpfen, wenigstens für’s Rad, ein bißchen? Und ADFC schluckt nur mal kurz? Warum geht dieser „Skandal“ eigentlich nicht durch die Presse? Ist euch denn all dies plötzlich egal? Und das, obwohl der Wahlkampf beginnt?!

Das ist noch immer nicht alles, schließlich wird die Osterstraße in Zukunft sogar grüner werden. 3 Fällungen sind unvermeidlich, dafür denken die Planer aber tatsächlich auch einmal nachhaltig, denn bis zu 40 Bäume werden neu gepflanzt, ein großer Teil davon gleich auf die bisweilen sogar begrünten Mittelstreifen.

Was soll man nun davon halten?
Es wird sich zeigen müssen, wie sich diese „Designer-Straße“, die eigentlich keine solche sein will, nach dem Umbau in der Praxis bewähren wird. Es ist klar, dass diese Straße in Zukunft nicht mehr die gleichen (KFZ) Verkehrsmengen aufnehmen kann wie früher, dafür sorgt die Verlangsamung durch all die fleißig querenden Fußgänger und die verengten Stellen schon ganz von alleine – das ist auch gewollt. Die heutige Durchschnittsgeschwindigkeit, die bei etwa 40 Km/h liegt, dürfte sich noch mehr in Richtung Tempo 30 verschieben. Sehr kritisch dürfte es aber werden, wenn Lieferfahrzeuge oder Wildparker meinen, sich auf die Radschutzstreifen stellen zu müssen. Dann wird es richtig eng und der Kampf beginnt. Rechts ein LKW, kurz davor donnert gerade jemand die Autotür beinahe an die Rübe und in der Gegenrichtung steckt der Bus fest. Da steckt die geballte Ladung Konfliktpotenzial drinnen,  brauchen vor allem Radler ordentlich Nerven…

Sehr interessant jedenfalls ist die Tatsache, auf wie wenig Widerstand die geplante Halbierung der Parkplätze an der Osterstraße gestoßen ist. Die Planer – und auch das Amt – scheinen immerhin erkannt zu haben, worauf es in Zukunft vor allem ankommt, nur trauen sie sich einfach nicht (vielleicht dürfen sie auch noch nicht), den Weg konsequent zu Ende zu denken und zu gehen. Sollte es zu großes Konfliktpotential nach dem Umbau geben und deshalb nachgebessert werden müssen, wird es nur sehr schwer politisch vermittelbar sein, warum ausgerechnet an dieser Straße der den Fußgängern gerade neu gegebene Platz gleich wieder abgeknappst werden sollte. Da geht’s dann anderen platzmäßig an die Gurgel. Auf wundersame Weise wird sich auch dann noch irgendwo in Milliönchen auftun, um damit dann das einzig Richtige zu tun.

Denn „Osterstraße autofrei!“ war und ist die beste Alternative für Eimsbüttel, für Fußgänger UND Radfahrer, für die es sich lohnt sich weiter und offensiv einzusetzen! Neue, schöne und Schatten bringende Bäume sind ja dann schon in weiser Vorhersehung in die Mitte der dann autofreien Zone gepflanzt worden……

 

Die ganze Präsentation der letzten Informationsveranstaltung inklusive der Vorentwurfspläne gibt es hier vom Bezirksamt Eimsbüttel.

Einen recht ausführlichen Bericht über die Versammlung gab es in den Eimsbütteler Nachrichten („Osterstraße mit Rhythmus“, 29.10.2014)

 

 

 

 

 

GRÜNE – habt mehr Mut!

Heute groß in der taz – Städte für Menschen und Räder“ (taz hamburg, 12.9.2014). Die GRÜNEN hatten Klaus Bondam, den ehemaligen technischen Bürgermeister der Stadt Kopenhagen eingeladen und sich anhören müssen, dass „Städte für Menschen gestaltet werden müssten – nicht für den Verkehr“. Richtig so! Genauso argumentiert „Osterstraße autofrei“ von Anfang an.

Warum dann nur Wahlkampf damit machen und nicht schon jetzt deutlich mehr dafür tun? In Kopenhagen geht es nicht nur um neue Wege, den Radverkehr zu fördern, sondern ebenso darum, den Fußgängerverkehr auf Trab zu bringen. Bitte, vergesst das nicht!

Gerade die so belebte und stark frequentierten Osterstraße könnte eigentlich ein toller Testfall werden. Für zukunftsweisende Stadtplanung. Sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger, die nachweislich kurz unter der sagenhaften 100% Marke aller Passanten kratzen. Das ist doch enorm!

Noch ist hier nichts in Asphalt gegossen, noch immer könnte vieles möglich sein, wenn rechtzeitig umgesteuert wird und politisch aktiv dafür gekämpft werden würde. Oder wollt ihr euch mit fragwürdigen Schutzstreifen, seltsamen Mittelstreifen und auch in Zukunft den wenigsten Platz für die Menschen an dieser Straße zufrieden geben?
Zeigt, dass ihr deutlich mehr wollt und zeigt es schon jetzt! Eine bessere Möglichkeit dafür, zu zeigen, dass ihr es tatsächlich ernst meint und es sich nicht nur um Wahlkampfgetöse handelt, werdet ihr nicht haben! Nicht noch eine neue Fuhlsbütteler Straße in Hamburg, die aufwendig umgestaltet wird und am Ende doch wieder vor allem eines flüssig macht – den Autoverkehr. Unterstützt die autofreie Osterstraße – mit Taten, nicht nur mit Worten!

Hamburg bald autofrei!

Viel Asphalt - die Kreuzung Heußweg Osterstraße
Viel Asphalt – die Kreuzung Heußweg Osterstraße

„Senat will Autoverkehr deutlich reduzieren“ [€] prangte es am 23. August 2014 auf dem Abendblatt Titel. Verkehrs- und Wirtsachftssenator Frank Horch (parteilos) erklärt in diesem Interview, warum z.B. die Sperrung einzelner Straßen „kein Thema“ sei, weil dann „die Autofahrer einfach woanders fahren“ würden. Aha.

Nur einen Tag später legt Jutta Blankau (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, ebenso im Abendblatt ihre Sicht der Dinge dar und redet den Hamburgern ins Gewissen: „Wir alle sollten das Auto in einem Ballungszentrum wie Hamburg nur noch benutzen, wenn es wirklich nicht anders geht.“ „Hamburg ist eine durch und durch grüne Stadt“ [€] 

Bald ist Wahl, da will man schon mal gut Wetter machen und sich eine grüne Brille aufsetzen, mit der sich ein womöglich „fieses“, weil einschneidendes Gerichtsurteil, welches das Hamburger Verwaltungsgericht demnächst fällen wird, besser ertragen lassen könnte: Ab dem 9.Oktober verhandelt das Verwaltungsgericht nämlich eine Klage des BUND und eines Bürgers, mit der die Stadt gezwungen werden soll, schärfere Maßnahmen zur Luftreinhaltung einzuführen („Hamburg verletzt Grenzwerte bei der Luftbelastung“ Die Welt, 9.8.2014). Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid werden seit Jahren teils deutlich überschritten und Besserung ist nicht Sicht.

Laut Jutta Blankau kein Grund, z.B. eine City Maut einzuführen. Es wären Instrumente, die nichts bringen würden, weil sie höchstens die Feinstaub-Belastung senken könnte, womit Hamburg aber kein Problem habe. Problematisch dagegen sein die Dieselfahrzeuge, die „heute zum Teil mehr Stickoxide abgeben als vor 10 Jahren noch“. Hier allerdings sei es ihrer Meinung nach Sache der EU, Vorschriften zu ändern oder des Bundes, Diesel stärker zu besteuern. Das arme Hamburg könne da leider nichts tun. Noch einfallen tut ihr allerdings, dass ein „Großteil der Belastung der Luft und des Lärms auf den Individualverkehr zurückzuführen ist“. Immerhin.

Tja, was denn nun?
Es ist ja toll, wenn der motorisierte Individualverkehr abnimmt (zwischen 2002 und 2008 um 5%), aber was nützt es alles, wenn dafür fette SUV’s die Bilanz gleich wieder verhageln?

Ist es sinnvoll, NUR an das Gewissen der Leute zu appellieren, um diese zum Umstieg auf den HVV, das Rad, Carsharing, Taxen oder die eigenen Beine zu bringen? Ein bisschen Busbeschleunigung hier, in einem halben Jahrhundert vielleicht eine neue U5 und bis dahin schwebt Jedermann mit völlig emissionsfreien fliegenden Untertassen durch die Straßen? Bloß „ingenieurgetriebener Umweltschutz“ á la Scholz?
Ist es also weiterhin gerecht, allen Verkehrsteilnehmern, also auch den Autos, überall das gleiche Recht auf freie Bewegung einzuräumen? Wo man doch offenkundig ganz genau weiß, wo das Problem liegt? Blankau möchte niemanden zwingen, sondern überzeugen. Klingt gut. Im nächsten Schritt werden P+R Gebühren eingeführt. Überzeugend? Zum Umsteigen?! „Ferien vorbei – Parkhäuser leer“, Bild HH, 27.8.2014

Aber kleckern kann man schließlich doch: So hätte man in den letzten 3 Jahren 30 Millionen Euro ausgegeben, um den Radverkehr zu stärken. Ein neuer Loop, ein paar Velorouten und Stadtradstationen wurden ausgebaut, weiße Striche auf den Asphalt gepinselt und jede Menge neue Schilder angeschraubt: 200 Einbahnstraßen sind jetzt in beide Richtungen für Radfahrer befahrbar und es gibt sage und schreibe 8 Fahrradstraßen! Einige davon rund um den Hauptbahnhof, kleine Neben-der-Hauptstraße-Parkplatzwege, peinlich. An immer mehr Kreuzungen wird das indirekte Abbiegen eingeführt, welches Radfahrern eine im Vergleich zu Autofahrern doppelt so lange Zeit abnötigt, diese zu passieren. In Kopenhagen dagegen gibt’s sogar die „Grüne Welle“ für Fahrräder. Famose Förderung des Radverkehrs! Umsteigen? Nee, lass‘ man lieber… („Alles Fahrrad-Freunde“, taz nord, 1.8.2014)

Jens Kerstan (Grüne) will das alles anders machen. Er möchte urbane Räume für das Leben zwischen den Häusern zurückerobern. „Der Autoverkehr, so wie er jetzt organisiert ist, verhindert das.“ („Urbanes Leben ohne Autos“, taz nord, 17.8.2014) Er möchte alle unterstützen, die auf das Auto verzichten und eine flexible Mobilität wollen. Aber: „Wir sind nicht gegen das Auto!“ – Nein, natürlich nicht, wo kämen wir denn da nur hin?!

Wie also die Wende schaffen? Hamburg ist ja kreativ: „Für jeden Mobilitätsbedarf muss in der Stadt jederzeit das individuell am besten geeignete und umweltfreundlichste Verkehrsmittel bereitstehen. Große Bedeutung habe darum der Ausbau eines attraktiven ÖPNV’s und das Auto mit – man staune – umweltfreundlichen Antriebssystemen. Nachzulesen in Hamburgs Träumereien einer utopischen Ökostadt – „Grüne, gerechte Stadt am Wasser“, [PDF Download, 13 MB]. Weiter heißt es: „Der Schlüsselkonflikt im Städtebau des vergangenen Jahrhunderts – der Kampf zwischen der autogerechten und urbanen Stadt – steht damit vor seinem Ende.“ Oha! Amen.

Das ganze kann man natürlich auch anders sehen – etwa, wie es die Wirtschaftsbehörde sieht: „Verbesserungen der Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr sind auf Grund der hohen Nutzungskonkurrenzen im öffentlichen Straßenraum oft schwer durchsetzbar. Sie lassen sich i. d. R. nur durch eine Umverteilung innerhalb des Straßenraumes und oft zu Lasten des MIV [Motorisierter Individualverkehr] erzielen.“ Mobilitätsprogramm Hamburg 2013 [PDF Download, 7,1MB].  Im Klartext: Freie Fahrt für’s Auto! Das also ist Programm der SPD, mal so, mal so verpackt. Mit Zukunft, Öko und autofrei dürfte all das wenig zu tun haben. Eher doch damit, dass z.B. schon in der Ausschreibung für die Umbauplanungen der Osterstraße folgendes festgelegt ist – lange bevor das Wort „Bürgerbeteiligung“ überhaupt ein erstes Mal gesprochen ist: „Die bestehende Begrenzungslinie und die Fahrbahnführungen sollen dabei weitestgehend erhalten bleiben“

Noch einmal Frank Horch: „Die Sperrung einzelner Straßen ist kein Thema, weil dadurch die Belastung in der gesamten Stadt nicht sinken wird. Dann fahren die Autofahrer woanders lang.“

FALSCH!
Natürlich können Sperrungen einzelner Straßen ganz entscheidend mit zu einer Verkehrswende führen – wenn nur die richtigen in den Fokus genommen werden. Damit der Weg hin zu einer neuen Mobilität überhaupt klappt, muss die entsprechende Infrastruktur auch erst einmal geschaffen werden – für die Verkehrsteilnehmer von Morgen. Dazu gehören auf jeden Fall der Radverkehr und auch der Fußgängerverkehr, wie es die Stadt ja mittlerweile schon erkannt hat und in diversen Pamphleten zum Besten gibt. „Zufußgehen und Fahrradfahren sind Ausdrucksformen eines urbanen Lebenstils“ in Stadtwerkstatt 4, Hamburgs mobile Zukunft [PDF Download, 804 KB] . Genauso wie zur Industrialisierung und weiter zu Wirtschaftswunderzeiten die Infrastruktur für das Auto angelegt wurde und sich dem beinahe alles andere unterordnen musste, muss sie jetzt eben für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen werden. Dazu gehört zusätzlich zum Ausbau des ÖPNV zwingend der massive Ausbau von Radwegen und ebenso die Rückgewinnung von öffentlichem Raum für Fußgänger. Urbane, belebte Innenstadt und Stadtteilzentren müssen autofrei werden, überall, – nicht nur in neu geplanten Wohnquartieren, sondern vor allem und gerade in bestehenden Altbauvierteln mit teils massiven (Park)Platzproblemen. Dann weicht auch kaum noch einer mehr in die Einkaufsstraße „nebenan“ aus. Die träge Masse steigt erst dann um, wenn alle Voraussetzungen geschaffen sind („Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“). Das geht nur, wenn dem motorisierten Individualverkehr Platz genommen wird – alles andere kann nur halbherzig und somit zum Scheitern verurteilt sein!

„Der Durchgangsverkehr muss auf den Hauptstraßen gebündelt bleiben und durch verkehrsabhängige Ampelschaltungen ein guter Verkehrsfluss gewährleistet werden“, sagt Frank Horch. Da gebe ich ihm absolut Recht. Die Osterstraße wird er ja hoffentlich nicht gemeint haben…. Nicht nur reden, fangen Sie doch endlich mal an, den Autoverkehr drastisch zu reduzieren! Oder habe ich etwas übersehen?

 

Schutzlose Schutzstreifen

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Mein rechter, rechter Platz ist voll…

Neue Radfahrstreifen anzulegen kann so einfach sein. Tolles Beispiel ganz aktuell am Gänsemarkt. Wer denkt sich so etwas eigentlich aus? Und wer nickt das dann ab? Wer sagt hinterher etwas dazu? Vielleicht auch eine Option für den engeren oberen Teil der Osterstraße, falls diese nicht in eine autofreie Zone umgewandelt wird? Hamburg beeindruckt immer wieder mit einer Kreativität sondergleichen, wenn es um Radwege bzw. „wie-auch-immer-Hauptsache-Autos-bleiben-Lösungen“ geht. Aber eines scheint hier immerhin ganz klar gelungen zu sein: Der Straßenraum ist endlich gerecht verteilt. Oder?

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Könnte sehr eng werden. Dem Typen im SUV dürfte es wenig jucken.

„Hände weg vom Klosterstern“ – geht’s denn noch?!

Sehr interessant ist, was sich derzeit offenbar in Harvestehude am Klosterstern abspielt: Der Kreisel soll erneuert werden, so plant es die Verkehrsbehörde. Offenbar sollen die Fahrbahnen saniert werden, womöglich die Fahrstreifen – 2 Spuren – verbreitert und evt. (!) Radstreifen auf die Straße verlegt werden. Dies geht aus einer Mitteilung des Bezirksamts Eimsbüttel hervor, wie im Abendblatt vom 15.7. (€) zu lesen ist. Dafür sollen Bäume fallen und Parkplätze wegfallen. Prompt formiert sich die Initiative „Hände weg vom Klosterstern“, gegründet von Geschäftsinhabern und Anwohnern, denen es nicht nur um die Bäume sondern vor allem mal wieder in erster Linie um die Parkplätze geht. Eine Zukunft mit weniger individuellem PKW Verkehr können sich die Ewiggestrigen leider nicht vorstellen. Das ist, an einer so belebten und vorbildlich vom HVV bedienten Straße wie dem Eppendorfer Baum – ähnlich der Osterstraße – ein wahrlich schwaches Bild, welches die Geschäftsinhaber und andere Initiativenmitglieder hier abgeben.

Ein ganz schwaches Bild wäre es aber vor allem auch von der Verkehrsbehörde, wenn sie, offenbar ohne den Bezirk in die bisherigen Planungen einbezogen zu haben, tatsächlich umsetzen sollte, was bisher durchsickerte. Dabei könnte man darüber nachdenken, die beiden Fahrspuren im Kreisel auf einen etwas breiteren zusammenzulegen, so dürfte nebenbei reichlich Platz für vernünftig breite Radwege auf der Straße entstehen. Fußgänger würden mehr Platz erhalten, Bäume müssten nicht gefällt werden und angenehmer Nebeneffekt für die Geschäftsleute wäre der Erhalt der ach so wichtigen Parkplätze. Die Unfallquelle Spurwechsel im Kreisverkehr wäre zudem abgestellt. Aber nein, so zu denken ist in der Freien und Autostadt Hamburg schon so etwas wie Hochverrat. 

Genau das ist das Problem: Am Klosterstern, der Osterstraße, überall. Höchste Zeit, einiges grundsätzlich politisch zu ändern.

Unruhe am Klosterstern – weiterer Bericht vom Hamburger-Wochenblatt