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Merkste was? Eimsbüttel fast verkehrsberuhigt!

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Es lohnt sich, dieser Tage einen ausgedehnteren Spaziergang durch Eimsbüttel zu machen. Wir können gerne an der Osterstraße anfangen. Seit einiger Zeit ist es schon nicht mehr möglich, von dort in die Schwenckestraße Richtung Lappenbergsallee abzubiegen. Nur heraus kommen einige Autos, denn diese Straße ist zur Zeit Einbahnstraße. Wir schlendern weiter Richtung Müggenkampstraße, die Osterstraße  hinauf. Hier wird dem verständnisvollen Autofahrer erläutert, dass es geradeaus auch nicht wirklich weiter geht. Denn am anderen Ende ist wieder zu – kein Durchkommen zum Langenfelder Damm. Damit ist einer der beliebtesten Schleichwege im Viertel und durchs Viertel im Moment außer Betrieb gesetzt worden.

In der Müggenkampstraße ist es angenehm ruhig geworden, ebenso im Großen und Ganzen auch in der Lappenbergsallee. Nur stadteinwärts, und nur stur geradeaus darf jetzt kommend vom Langenfelder Damm in die Lappenbergsallee gefahren werden. Zack – fast die Hälfte des Traffics ist von der Straße verschwunden. Das merkt man auch noch rund um die Apostelkirche. Wir marschieren weiter und kommen nun wieder von oben an die Schwenckestraße heran. Vor wenigen Tagen noch durfte man hier nicht einmal weiter Richtung Heußweg fahren, weil auch hier eine Einbahnstraße eingerichtet war. Die Schwenckestraße ist dies noch immer, im wahrsten Sinn des Wortes: So ist es auch von keiner Seite aus möglich mit dem KFZ von der Sillemstraße auf die Schwenckestraße zu gelangen. Beide Enden der Sillemstraße sind zur Zeit Sackgassen. Vor uns liegt wieder die Osterstraße.

Ich wette, dass eine ganze Menge Verkehr jetzt auch, vor allem im hinteren Bereich, von der Osterstraße verschwunden ist. Im Juli 2014 hatte ich mich selbst vor die „Kleine Konditorei“ gestellt und gezählt, wie viele Autos hier weiter geradeaus in die Müggenkampstraße fahren („KAUM DURCHGANGSVERKEHR – ODER WAS?“), um dann, was wohl, auf den Langenfelder Damm zu kommen. Fix zur Autobahn. Dieser Weg ist zu. Man merkt es auch – das hintere Ende der Osterstraße wirkt deutlich ruhiger als sonst. Genau diesen Effekt hätte es auch gegeben, wenn umgesetzt werden würde, was „Osterstraße autofrei!“ schon lange fordert. Einziger Unterschied: Der Schwerpunkt der „Ruhe“ liegt eben nicht „irgendwo dahinten“, sondern dort, wo die Menschen sind. Im Zentrum Eimsbüttels. Denn die sind nach wie vor alle da – ich hab‘ sie selbst vorhin gesehen….

Letzter „Schleichweg“ ist nun nur noch der Stellinger Weg. Wie sieht es dort aus? Bitte kurz mal berichten aus der Ecke, gerne Kommentarfunktion nutzen, vielen Dank.

Sollte sich der Verkehr hier erhöht haben, ließen sich theoretisch und praktisch auch hier mit einer Einbahnstraßen oder Sackgassenregelung die MIV-Ströme gezielt aus dem Quartier verdrängen. AnwohnerInnen mit PKW dagegen werden ganz sicher auch jetzt noch von und nach nach Hause kommen, oder?

Wie geht es denen, die zur Zeit viel weniger Lärm und Abgase ertragen müssen als sonst? Hallo Lappenbergsallee, Langenfelder Damm, Schwenckestraße, auch von Euch dortigen AnwohnerInnen wären kurze Statements sehr willkommen!

Wahrscheinlich wird die Verkehrsbehörde gerade keine neuen Verkehrszählungen durchführen. Das ist schade. Das ist dumm. Andere Städte versuchen genau auf diese Weise, Fakten und Auswirkungen einzusammeln, um mit den Ergebnissen politische Verkehrsänderungen und Flächenaufteilungen herbeizuführen.

Aber, träumt alle schön weiter. Wir wohnen schließlich in Hamburg Eimsbüttel. Da ist klar, dass alles, wenn die Rohre in den Baustellen erstmal verbuddelt sind, fürs Wiederdarüberhinwegdieseln freigegeben wird. Alles andere ist schlicht nicht möglich…

Dabei zeigt die Situation gerade jetzt, da ja nicht nur die Straßen im Quartier, sondern auch die große Durchgangsstraße Gärtnerstraße / Im Gehölz ein Dauerbaustellennadelöhr ist, wie wenig es kostet, „mal eben“ fast den ganzen Stadtteil effektiv verkehrszuberuhigen. Es braucht auch keine „Bürgerbeteiligung“, einfach machen und die Menschen vor vollendete Tatsachen stellen. Wo heut morgen noch ein Durchkommen war, ist nachmittags zu. Auch das ist übrigens oftmals eine – hier wahrscheinlich leider eher nicht gewollte – Gemeinsamkeit mit Städten, die die Verkehrswende auf diesem Wege stark forcieren bzw. in die Wege leiten.

Es kostet ein paar schlaue Ideen und ein paar Schilder. Eine viel effektvollere „Neuland STRASSE“ hätten wir sicherlich nicht hinbekommen.

Jetzt macht es die Stadt selbst – und merkt’s nicht mal.

Dank Rot-Grün nur Lärm und Dreck statt Straßenfest

Foto: mit freundlicher Genehmigung, Harry Hautumm / pixelio.de, Bearbeitung: Neuland STRASSE
Foto: mit freundlicher Genehmigung, Harry Hautumm / pixelio.de, Bearbeitung: Neuland STRASSE

Es hätte anders kommen können.
Ab heute wäre „Neuland STRASSE“ für die kommenden 3 Tage auf der Osterstraße gestiegen.

Es wäre  ein Straßenfest, bei dem der Mensch, die Bewohner Eimsbüttels und Besucher aus dem Rest der Stadt, im Mittelpunkt gestanden hätten.

Darauf (und auf mehr) muss Eimsbüttel nun verzichten:

  • viel Informationen rund um neue Mobilität
  • Infostände und / oder Aktionen z.B. vom adfc Hamburg, VCD Nord (Verkehrsclub Deutschland), cambio Carsharing, FUSS e.V. (Hamburg), Fahrradstadt Wilhelmsburg e.V., StadtRAD Hamburg, ETV, … (alle Genannten haben uns entweder öffentlich unterstützt bzw. eindeutiges Interesse gezeigt, DANKE dafür!)
  • Ideenwerktatt von und mit nexthamburg, (Motto: Wie könnte die Osterstraße denn noch so aussehen?)
  • Aktionen, Kunst, Performances (Interesse zeigten die „Lenz-Dancers“ und die „Crazy Bikers“ sowie eine Skateschool)
  • Kino umsonst und draußen: „The Human Scale“ hätten wir auf der Kreuzung Hellkamp gezeigt,  der Verleiher hat es uns erlaubt. Auch hierfür ein Riesendankeschön nach München
  • 3 Tage, an denen sich zeigen ließe, dass besseres Leben sogar hier möglich ist
  • 3 Tage kein Lärm, keine Abgase und mehr Sicherheit
  • 3 Tage saubere Luft, Ruhe und viel, viel Platz für Kinder, Nachbarn, Senioren – Platz für die Menschen. Für DICH.

Leider können wir nicht sagen, warum dieses Fest nicht stattfinden soll.  Man hat nicht einmal ernsthaft mit uns darüber geredet. Wir wurden schlicht ausgesessen, bis wir nichts mehr tun konnten als von uns aus abzusagen.

Über die Hintergründe der Nicht-Genehmigung kann Euch die Bezirksamtsleitung Eimsbüttel sicherlich mehr Informationen geben.

Schweigen aus dem Ämterwald…

schweigen

#### Abschrift aus dem Stadtmacher-Blog von „Neuland STRASSE ####

Hallo Neuland Fans,

am 5. Juni haben wir, wie im vorherigen Blogbeitrag [auf der Stadtmacher-Projektseite] beschrieben, dem Bezirksamt Eimsbüttel ein weiteres Mal sehr umfangreich geschrieben und unsere Vorstellungen und Pläne sehr detailliert dargelegt.

Wir hatten zudem aus Insiderkreisen die Information erhalten, dass wir endlich auch zu einem Gesprächstermin eingeladen werden sollten. Passiert ist seitdem leider nichts. Am 11. Juni hatte ich noch einmal nachgefragt und darum gebeten, auch Kontakt zu anderen Teammitgliedern aufzunhemen, da ich selbst im Urlaub war. Auch von denen hat keiner mehr etwas gehört. Keine Rückmeldung, keine Einladung, überhaupt nichts.

Für uns haben wir daher entschieden, dass der Zug für ein diesjähriges „Neuland STRASSE“ Event inzwischen eindeutig abgefahren ist. Wir sehen nun schlicht keine Möglichkeit mehr, in der verbleibenden Zeit, nur noch gut ein Monat, dieses Projekt realisieren zu können. Es ist völlig illusorisch, selbst wenn wir morgen eine Zusage erhalten sollten, in so kurzer Zeit noch all die nötigen Vorbereitungen, geschweige denn ein Crowdfunding, auf welches wir angewiesen sind, erfolgreich durchzuführen. Das Amt scheint auf Zeit gespielt zu haben.

Wir werden dennoch „Neuland STRASSE“ auf den Seiten von Stadtmacher.org stehen lassen. Es ist viel konzeptionelle Vorarbeit von uns geleistet worden, Kontakte wurden geknüpft, erste Zusagen hatten wir bereits in der Tasche. Es wäre schade, wenn alles umsonst gewesen sein sollte. Vielleicht finden sich ja Leute, die Lust haben, dieses Projekt weiterzuentwickeln. Gerne werden wir beisteuern und weitergeben und sicher auch mit anfassen, was wir begonnen haben. Also, wer ernsthaftes Interesse daran hat, sollte sich auf jeden Fall melden bei mir.

Eines zeigt der bisherige Werdegang jedoch ganz deutlich – Projekte wie dieses sind wichtig, und, solange sie so stiefmütterlich behandelt werden – gerade in Zeiten einer rot-grünen Koalition – noch viel wichtiger! „Neuland STRASSE“ ist definitiv ein sinnvoller Anreiz, der irgendwann und irgendwo mal umgesetzt werden sollte. Vielleicht nicht in Eimsbüttel. Dort, wo wir dieses Event geplant haben, wird nächstes Jahr Baustelle sein. Wenn nicht hier, dann eben anderswo. Hamburg ist groß und „Neuland STRASSE“ überall!

Bleibt also bitte Fan und gebt diesem Projekt weiterhin eine Chance!

Vielen Dank für die bisherige Unterstützung und beste Grüße

Kai Ammer

PS: Hier auf „Osterstraße autofrei!“ werden wir selbstverständlich über den bald beginnenden Umbau der Straße berichten. Auch sonst soll für eine sinnvolle Verkehrswende in Hamburg, die kommen muss, wenn wir eine bessere Zukunft haben wollen, ordentlich Dampf gemacht werden.
Stay tuned!

„Neuland STRASSE“ gibt Gas – Programmentwicklung

Bisher alles nur ein Beispiel. So könnte es laufen. Gegen noch viel mehr Aktionen hätten wir nichts einzuwenden...
Bisher alles nur ein Beispiel. So könnte es laufen. Gegen noch viel mehr Aktionen hätten wir nichts einzuwenden…

Jetzt gibt es das wirklich:  Ein vorläufiges, noch recht unverbindliches Programm, welches aber schon ganz gut darstellt, wie in etwa wir uns die drei Aktionstage von „Neuland STRASSE“ vorstellen. Das ganze Vorab-Programm zum Download gibt’s hier [PDF. 72 KB]. Bitte beachtet, dass es sich dabei bisher nur um Vorschläge unsererseits handelt und Anbieter oder Akteure und Aktionen jederzeit noch variieren können.

Das Wichtigste aber ist: Wir bereiten uns auf eine Genehmigung vor. Wir feilen am Plan. Und laden ab jetzt wirklich alle, vor allem auch die AnwohnerInnen der Osterstraße sowie alle EimsbüttelerInnen ein, das Programm von „Neuland STRASSE“ mit Leben zu füllen.

Gleiches gilt für alle Geschäftsleute an der Osterstraße und im Quartier, die sich im Rahmen der Thematik und der Tatsache, dass es sich nicht um ein kommerzielles Straßenfest handeln soll, mit einbringen möchten oder uns gar untersützen möchten. Über beides freuen wir uns sehr.

Wir suchen noch Radhäuser, Umweltvereine, Schachclubs, Initiativen und all diejenigen, an die wir noch gar nicht gedacht haben.

Kitas, Schulklassen (Projektgruppen zum Thema, Medien-Projekte) und auch StudentInnen sind herzlich willkommen auf „Neuland STRASSE“! Für alle dürfte etwas dabei sein oder sich etwas einrichten lassen, um dabei zu sein. Die Aktionstage bieten viele Möglichkeiten, zu recherchieren, zu (er)forschen, zu analysieren, zu erfragen und aktiv zu werden.

Und Streetartists, Künstler…. Gibt es sie überhaupt?! 🙂

Ideen könnt ihr jederzeit an NeulandSTRASSE@Hamburg.de senden sowie auf der Projektseite auf Stadtmacher.org einstellen.

Zusammen mit euch allen lässt sich so einiges bewegen. Packen wir’s an!

Wir suchen DICH!

wir suchen dich

Bitte nutzt die zahlreichen Kontaktmöglichkeiten zu uns…. Es gibt viel zu tun. Gemeinsam schaffen wir das auch! Zur Zeit sind wir 3,5 Aktive die an der Planung von „Neuland STRASSE“ arbeiten, die dringend Unterstützung brauchen. Sehr wahrscheinlich werdet Ihr uns aber auch auf dem Straßenfest „Sillemstraße tanzt“ am 16. Mai an unserem Infotisch treffen können. Das geben wir dann aber vorher hier noch einmal offiziell bekannt. Vielleicht hat auch schon jemand Lust, uns dort am Ini-Tisch zu unterstützen? Meldet Euch jederzeit und immer gerne! Wir freuen uns auf Euch!
Das Team von „Neuland STRASSE“

Neuland STRASSE: Projektpfad / Manpower gesucht

Neuland-Strasse-Logo-final

Es geht voran. Wir haben einen sehr wichtigen Schritt getan und den Genehmigungsprozess („Briefing“ Bezirksamt und Terminfindung) gestartet. Ab nun geht es für dieses Projekt in die nächsten Runden. Welche diese sind, könnt ihr gerne auf Neuland STRASSE und auf Stadtmacher nachlesen .

Wir, bisher 7 Leute, die sich zur Ini „Osterstraße autofrei!“ zusammengeschlossen haben und das Projekt Neuland STRASSE treiben, suchen ab sofort Leute, die sich ebenso wie wir für dieses spannende Projekt begeistern können und Lust haben, sich mit einzubringen im Orga-Team. Bitte nehmt Kontakt zu uns auf. NeulandSTRASSE@hamburg.de

Nur so kann Neuland STRASSE das volle Potential entfalten – wenn möglichst viele mitmachen. Du, z.B..

82%

82prozent

 

der befragten Deutschen sind dafür, Städte und Gemeinden gezielt so umzugestalten, dass man kaum noch auf das Auto angewiesen ist. Bei jungen Menschen (14 – 17 Jahre) sind sogar 92% für diese Umgestaltung. Verrückter Quatsch? Nein!

Es handelt sich schließlich um eine ganz aktuelle repräsentative Bevölkerungsumfrage des Bundesumweltministeriums sowie des Bundesumweltamtes, welche heute in der Bundespressekonferenz von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgestellt wurde. „Umweltbewusstsein in Deutschland 2014 – Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage“ [PDF Download, 3,5 MB]

„Osterstraße autofrei!“ ist platt! In der Studie wird angemerkt, dass es „um das gute Leben“ gehe, welches immer stärker in den Vordergrund rücken würde. Soll heißen, dass nachhaltige, tragfähige und dauerhafte Lösungsansätze immer mehr in den Fokus geraten.

Richtig so. Nichts anderes wollen wir. Mit „Neuland STRASSE“ fügen wir dem Ganzen nur einen weiteren, kleinen Baustein hinzu. Das „gute Leben“ ist eine Reise, die längst begonnen hat und nie ein festes Ziel erreichen wird. Weil es immer weiter geht.
Willkommen an Bord! 

 

„Neuland STRASSE“ knackt zweite Hürde

Fan Countdown danke

 

Ihr seid klasse! Wir haben an Euch geglaubt! Ihr an uns – die erste offizielle Hürde bei Stadtmacher ist genommen und “Neuland STRASSE” jetzt auf dem direkten Wege, die weiteren Schritte einzuleiten.

Wir arbeiten fast schon parallel daran, sowohl den Genehmigungsprozess offiziell zu starten als auch das Crowdfunding, um die finanziellen Mittel zusammen zu bekommen, die wir benötigen, um “Neuland STRASSE” im September tatsächlich steigen lassen zu können!

Ab jetzt gilt: Ihr alle und vor allem auch all diejenigen, die Fans auf Stadtmacher geworden sind, müsst dieses Projekt selbst ein wenig weiter bekannter macher. Erzählt es Freunden! Oder auch Geschäftsinhabern an der Osterstraße, so Ihr denn welche kennt. Wir suchen Künstler und Leute, die Lust haben, sich in den weiteren Orga-Prozess mit einbringen zu wollen. Meldet Euch gerne direkt bei uns, NeulandSTRASSE@Hamburg.de

Findet uns sympathisch, stellt Euch mit Eurem Geschäft, Verein oder sonstiger Institution ideell und öffentlich hinter uns!
Mit wenig Einsatz durch viele Einzelne kann “Neuland STRASSE” am Ende Großes werden. Das ist nicht nur die Idee hinter Stadtmacher, sondern auch unsere ureigene. Wenn Eimsbüttel wirklich will und mitzieht, dann geht auch was! Davon sind wir absolut überzeugt!

Verfolgt die weitere Entwicklung von  „Neuland STRASSE“ auf dieser Website, auf Stadtmacher.org, auf  “Neuland STRASSE”sowie dessen Twitteraccount.

Wir melden uns wieder, sobald es hoffentlich in wenigen Tagen wieder Neues gibt.

Vielen Dank und beste Grüße im Namen des ganzen Orga-Teams,

Kai

PS: Vielleicht fragen sich jetzt einige, wieso von der zweiten Hürde die Rede ist? Die erste war ganz einfach unser eigener innerer Schweinehund, den wir gemeinsam beschlossen überwinden zu wollen. Mit bekanntem Resultat.

Erster Schritt getan

30abgehakt

 

Eimsbüttel wird das Tempo genommen. Es ist der Initiative „Tempo 30 Bundesstraße“ von Viola Roggatz und Matthias Steffen zu verdanken, dass die Bundesstraße zwischen Kippingstraße und der Isebek (und somit bis an die Osterstraße, wie die Bundesstraße ab hier im weiteren Verlauf heisst) zur Tempo 30 Zone erklärt wird. Nach dem tödlichen Unfall einer Joggerin an der Kaifu Fußgängerampel im Januar hat die Initiative ihr Ziel in Rekordzeit erreicht. Vor allem eine Demo mit etwa 100 Menschen hat einen Tag vor der Hamburg-Wahl Eindruck hinterlassen. [„Nach Protesten: Bundesstraße wird zur Tempo-30-Zone“, Hamburger Abendblatt, 19. März 2015]

Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen, schnellen Erfolg! Auch wenn der Anlass traurig war und  wir uns alle sicher das gleiche Ergebnis viel lieber unter ganz anderen Umständen herbeigeünscht hätten, gratuliert „Osterstraße autofrei!“. 

Die beiden Initiatoren beschreiben im Elbe-Wochenblatt ihren Erfolg:

„Wir sind sehr erfreut, zumal niemand von uns und auch niemand aus den politischen Gremien mit einer schnellen Genehmigung gerechnet hat.
Wir haben in der Auseinandersetzung mit dem Thema Verkehrspolitik viel dazugelernt.
Zum Ersten, dass wir als Bürger Einflussmöglichkeiten haben, auch wenn wir nicht in einer Partei organisiert sind. Zum Zweiten, dass die Stadt ein Raum für Menschen ist und dass Begegnung Raum braucht und wir uns dafür einsetzen müssen, unsere Städte als Lebensraum zu verstehen.
Die Stadt ist nicht nur ParkPlatz, sondern auch Park und Platz. Wir wollen eine Stadt zum Verweilen, Flanieren und Spielen!“
[ganzer Beitrag: „Tempo 30 an der Bundesstraße: Geschafft!“ Elbe Wochenblatt, 24. März 2015]

Wir von der Ini „Osterstraße autofrei!“ glauben, dass in Hamburg gerade ein sehr, sehr guter Zeitpunkt ist, das Augenmerk auf genau dieses Thema zu legen. Selten wurde die Mobilitätswende mehr und kontroverser diskutiert als in den letzten Monaten, die von Klagen für saubere Luft [„Notbremse gezogen“], der Busbeschleunigung, den vielen Straßenbaustellen, so vielen umgekommenen RadfahrerInnen wie lange nicht mehr (elf 2014) [„Immer mehr tödliche Fahrradunfälle in Hamburg“, Hamburger Abendblatt, 12.Januar 2015] aber auch erfolgreichen und kraftvollen Critical Masses [„Und wohin fahren wir jetzt?“, taz, 27. März 2015]  in der Stadt und natürlich zuletzt der Wahl und dem festen Willen der GRÜNEN, Hamburg zur Fahrradstadt umzubauen, gezeichnet waren.

Wir wollen diesen Rückenwind nutzen, um unsere diesjährige Aktion, die in der Tat recht sportlich ist, zu einer erfolgreichen Sache zu machen. Mit „Neuland STRASSE“ wollen wir eine mehrtägige Teilsperrung der Osterstraße mit zwei Zielen erreichen:

Erstens wird es einen klaren informativen Schwerpunkt im Rahmen eines Straßenfestes geben, bei dem sich alles um nachhaltige Verkehrslösungs, planungs- und Stadtplanungsmöglichkeiten drehen wird. Parallel sollen bunte Aktionen stattfinden, von AnwohnerInnen für AnwohnerInnen und „Neuland STRASSE“ zu einem richtig netten Ort in diesem Viertel machen. Möglichst zusammen mit den Gastronomen und den Gewerbetreibenden vor Ort soll der Straßenraum, das ‚Neuland‘, für einige Tage  erobert werden können.
Damit sind wir bei dem zweiten Anliegen der Veranstaltung: Wir möchten eine reale Situation herstellen, in der sich der Stadtteil selbst davon überzeugen kann, wieviele Vorteile eine autofreie Zone im Zentrum des Quartieres hat und demonstrieren, dass unser Viertel dabei nicht im Verkehrschaos versinken wird.

„Neuland STRASSE“ wird wahrscheinlich das erste deratige Straßenfest überhaupt, welches durch Crowdfunding ermöglicht werden soll. Zur Zeit stecken wir noch in einigen vorbereitenden Schritten, noch brauchen wir einige „Fans“, um in die wirklich heiße Phase der Planung einsteigen zu können. Was wir aber sagen können: Die Resonanz von Akteuren, die wir bereits angeschrieben haben, ist äußerst vielversprechend. Der ETV, die Grünen Eimsbüttel und die Die Linke Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel stehen bereits hinter uns. 

„Man braucht nur 5%“ von Menschen innerhalb einer Gruppe, Gemeinde oder Bevölkerung, sagt Harald Welzer, deutscher Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist in seinem Buch [„Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand“ (Fischer Verlag, € 28,90)] , dann sei eine kritische Masse erreicht. 5%, eine magische Zahl, denn unterhalb will keiner sein (dann doch lieber da, wo man vermeintlich „auf der sicheren Seite“ ist) und darüber wollen ganz schnell ganz viele dabei sein, weil es fast schon wieder „uncool“ sei, als Innovationsbremser auf Seiten derjenigen zu stehen, die in Veränderung in erster Linie nur Gefahren und keine Chancen sehen.

5% Eimsbüttel, die wir schaffen können, wenn nicht nur wir, sondern alle Aktiven und Initiativen, deren UnterstützerInnen sowie weitere Multiplikatoren an einem Strang ziehen. Nur 5% der Gewerbetreibenden an der Osterstraße, 5% der Gastronomen, die sich von diesen Ideen begeistern lassen und 5% der Menschen in Eimsbüttel, die nicht zu schnell kleinbeigeben.
Ich glaube, wir sind da in der Tat auf einem guten Weg! Nicht nur für unsere Aktion, sondern insgesamt gesehen. Es müsen nur möglichst viele Aktionen (an dieser Stelle sei auch an den [„Beet-Rebellen“ Andreas Böhle gedacht, Elbe Wochenblatt, 2. Dezember 2014] gut durchdacht und vernetzt  immer wieder auf immer wieder dasselbe hinweisen. Irgendwann wird der Effekt sicher wirken und Früchte zu ernten sein.

All denen, die unser Vorhaben, wahrscheinlich nicht nur unseres, sondern  auch die anderer Initiativen, kritisch sehen, sei an dieser Stelle gesagt:

Wir wollen wirklich alles, aber weder den Geschäftsleuten noch den direkten Anliegern und Anwohnern das Leben schwer machen. Wir wollen mit unserem Wirken weder der Osterstraße noch dem Quartier schaden. Das glatte Gegenteil ist der Fall!

Wir fragen uns:
Wie wollen wir leben, in 3, in 5 oder in 10 Jahren? Was sind die wirklichen Bedürfnisse der Menschen, damit sie glücklich sind?
Wir denken da zum Beispiel an das Zusammenkommen, das Miteinaderreden. Wir denken an das, was der Mensch am liebsten macht, wohin er sich gezogen fühlt (nämlich zu anderen Menschen) und an die Bedingungen, die dieses optimal ermöglichen können. Die unser Leben und unseren Alltag wieder gesünder, nachhaltiger, sicherer und lebenswerter machen können.

Wer denkt beispielsweise schon darüber nach, dass jede Lärmerhöhung von 8 Dezibel im menschlichen Ohr als doppelt so laut wahrgenommen wird? 68 Dezibel sind demnach doppelt so laut wie 60 Dezibel. 72 bis 84 Dezibel erzeugen Straßen, die auch von Bussen und LKWs befahren werden. Das empfinden wir also als viermal so laut wie etwa 60 Dezibel, die in den meisten autofreien Zonen gemessen werden [aus „Städte für Menschen“, Jan Gehl, Jovis Verlag, € 32.-].
„Osterstraße autofrei“ und „Neuland STRASSE“ machen eine echte zwischenmenschliche Kommunikation auf unserer „Hauptsstraße“ wieder möglich, eines der stärksten Argumente überhaupt. Leben spielt sich eben da ab, wo es schön ist, wo man sich eingeladen fühlt und es sich aushalten lässt. Wo Leben ist, wird auch genossen und konsumiert.

Carsten Vitt hat dazu eine tolle Kolumne im aktuellen Elbe-Wochenblatt geschrieben: „Nicht ausruhen – weitermachen!“. Das trifft den Punkt.

Genau das werden wir tun.

 

Wer „Neuland STRASSE“ unterstützen möchte, kann dies gerne hier tun und Fan unseres Projektes werden.

 

Neuland-Strasse-Logo-final

 

Wir brauchen Fans! „Neuland STRASSE“ auf Stadtmacher am Start.

Screenshot Projekt Start

Endlich ist es soweit, der erste Teil der heissen Phase beginnt!
Seit heute ist „Neuland STRASSE“ auf den neuen Seiten von Stadtmacher.org online und zusammen mit einem ähnlich spannenden Projekt aus Heidelberg auch eines der beiden Starter-Projekte für die Stadtmacher.

Stadtmacher.org ist eine Plattform, die es Bürgern, Vereinen oder Initiativen ermöglichen möchte, Projekte aus dem Reich der Ideen ins Reich der Taten zu überführen. Dafür stellt diese Plattform als Herzstück eine Crowdfunding-Funktion zur Verfügung, mit der Sach- und Geldspenden sowie (Wo)manpower zusammengesammelt werden um eben diese Projekte auch realisieren zu können.

Um allerdings in die entscheidenende Phase zu gelangen, müssen wir zunächst Fans sammeln, die hinter der Idee von „Neuland STRASSE“ stehen. Fan werden kann jeder. Knapp 50 brauchen wir. Allerdings muss man sich (kostenlos und ohne weitere Verbindlichkeiten) auf Stadtmacher registrieren lassen, da nur so sichergestellt werden kann, dass es nicht zu Missbrauch kommt.

Ganz Eimsbüttel und auch der Rest Hamburgs sind jetzt offiziell eingeladen, Fan von „Neuland STRASSE“ zu werden. Olympische Disziplinen scheint Hamburg ja zu können. Eine schönere, nachhaltigere, gerechtere, gesündere und somit noch lebenwertere Stadt zu bekommen, können wir allemal!

Hier und jetzt Fan werden auf Stadtmacher.org

weitere Infos auf www.neulandstrasse.wordpress.com