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#RadSkandal

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Vier schlimme Unfälle in Hamburg in gerade mal drei Tagen. Vor drei Tagen kommt zuerst in Barmbek Süd ein siebenjähriges Mädchen unter die Räder, wird schwer verletzt. Gestern dann traf es einen elfjährigen Jungen in Ochsenwerder, der starb, als er hinter einem Bus über die Fahrbahn lief und ein LKW ihn dort erfasste. Heute erwischte es zuerst in Wandsbek einen 62 jährigen Mann, der von einem LKW schwer verletzt wurde. Kurz später, stirbt einige Straßen weiter in Hamburg Eilbek eine 19 jährige junge Frau, die von einem LKW überrollt wurde, der – mal wieder der bittere Klassiker – neben der Fahrradfahrerin nach rechts abbiegen wollte.

Binnen Sekunden zerplatzen Lebensträume. Ein Skandal, dass die Politik wider besseren Wissens untätig bleibt.

Ich habe vor einigen Tagen mit KURS FAHRRADSTADT eine Aktion gestartet, die Hamburg lebensbejahender, sicherer und gesünder machen soll. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, auf Kosten der Unfallopfer und ihrer Hinterbliebenen Unterstützung für diese Aktion zu erschleichen. Den Angehörigen gilt mein tiefempfundenes Mitgefühl! Mir geht das an Nieren; auch ich habe zwei kleine Mädchen, 3 und bald 6. Wenn ich die Schlagzeilen der beiden letzten Tage lese, bleibt mir die Luft weg. Im Haus 73 diskutieren wir auf dem „Fahrrad-Kongress“ der GRÜNEN darüber, wie Fahrradstadt in Zukunft sein sollte, während draußen das wahre, tödliche Leben auf Hamburgs Straßen spielt.

Ein Blick in die Foren von Hamburger Radfahrenden in Sozialen Medien scheint meine Befürchtungen zu bestätigen. „Leute, passt auf euch auf!“, wird da gesagt im Bezug auf den Unfall der jungen Frau in Eilbek. Darunter Kommentare, die sagen, dass es ja schön wäre, wenn man gute und abgetrennte Radwege hätte, was ja aber leider wegen der Parkplätze nicht ginge. Ich möchte niemanden verunglimpfen, aber eines vermisse ich extrem, gerade nach diesen geballten Unfalltagen: Wo bleibt die Empörung, wo der Aufschrei? Damit sind alle in Hamburg gemeint, nicht nur in Online-Foren.

Lasst uns Schluss machen mit windigen Kompromissen mit der Hamburger Auto-/LKW-Fahrerschaft und Wirtschaft, lasst uns nur noch das Beste fordern für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV. Dass dafür Platz umverteilt werden muss, ist klar. Lasst uns in Zukunft nicht über Parkplätze oder Extra-Abbiegespuren oder drei Spuren für den MIV reden, sondern ausschließlich für Rad- und Fußverkehrslösungen, die nach internationalem Wissensstand die besten sind. Geht nicht gibt’s nicht! Nicht „Radverkehr mitdenken“, sondern erste und klare Priorität für den Umweltverbund. Lasst uns einsetzen für VISION ZERO in Hamburg.
Dafür – und für nichts anderes – haben wir
KURS FAHRRADSTADT gestartet.

Unterschreibt die 5 Forderungen an Olaf Scholz und unterstützt uns!

Wenn wir nicht weiter tatenlos zusehen wollen, wenn wir wirklich Dinge zum Besseren bewegen möchten, dann sollten wir es jetzt in Angriff nehmen. Konsequent. Zusammen.

#RadSkandal

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KURS FAHRRADSTADT am Start

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Das hat gedauert! Und war viel, sehr viel Arbeit. Am Ende konnte ich die Versionsnummern des offenen Briefes an Bürgermeister Olaf Scholz schon gar nicht mehr zählen. Aber nach dem x. „Finale“ hat sich der ganze Aufwand hoffentlich auch gelohnt.

Vor genau zwei Tagen, am Dienstag, den 19. September 2016, ist die Aktion KURS FAHRRADSTADT an den Start gegangen. In der Senatskanzlei kam die E-Mail an, auf Change.org wurde die gleichzeitige Unterschriftensammlung gestartet und die Website KURS FAHRRADSTADT freigegeben. Seitdem haben bereits 120 Leute unterschrieben – was für ein toller Start!

5 Forderungen an Olaf Scholz:

  1. Geschützte Radweginfrastruktur
  2. Ökonomisch nachhaltige Umsetzung
  3. Beitrag zum Klimaschutz
  4. Temporeduzierung
  5. Noch lebenswerteres Hamburg

Aus Eimsbüttel – für Hamburg.
Ohne euch alle, die „Osterstraße autofrei!“ mit zu dem gemacht haben, was es heute  ist, würde es KURS FAHRRADSTADT sicher nicht so geben. Danke!

Bevor ich hier lange rede – schaut am besten selbst mal nach. Bei Gefallen bitte nicht vergessen auch zu unterzeichnen und vor allem: Erzählt es weiter, liked und shared KURS FAHRRADSTADT, bis die Tasten glühen. Dann setzen wir eine Lawine ins Rollen – die Hamburg zur echten und ernstgemeinten Fahrradstadt machen soll.
Los geht’s!

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Alles Glück liegt auf der Fahrbahn!

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Gutes Leben könnte so einfach sein….

Dieser Artikel ist bereits im September 2014 von mir geschrieben geworden. Weil sich aber inzwischen vieles getan hat, Wahlen inklusive, weil mittlerweile viele weitere Menschen diesem Blog folgen und vor allem auch, weil „Osterstraße autofrei!“ im Spätsommer das Straßenfest Neuland STRASSE plant, habe ich diesen Beitrag aktualisiert und umfassender erneut nach ganz oben auf diese Seite geholt. Denn in ihm steckt mit das Wichtigste, was es braucht, um Stadtraum wirklich und umfassend zu ändern.
Lesen und Links folgen lohnt sich – denn hinterher sieht Stadt ganz plötzlich ganz anders aus….

Das erste, was ich tat, als ich die Idee zu „Osterstraße autofrei“ hatte, war, diverse „Gute Gründe“ aufzuzählen, warum die Osterstraße im Rahmen des geplanten Umbaus zu einer autofreien Zone werden sollte. Ende März 2014 verfasste ich diese Liste, die insgesamt 13 Punkte beinhaltet. Diese Liste habe ich alleine zusammengestellt, ohne dass irgendwer oder etwas mir „reingeredet“ hätte. Gleiches gilt für „Keine Parkplätze = Kunden weg?“, meinem Versuch, die Geschäftsleute von der Idee einer autofreien Osterstraße zu überzeugen. Als ich all das schrieb, hatte ich von Einem allerdings noch nie etwas gehört. Auf ihn bin ich erst jetzt gestoßen, weil mich dieses spannende Thema immer mehr interessiert. Auch wenn ich alles andere als ein Profi-Stadt- und Verkehrsplaner bin, so ist es doch erstaunlich, vieles von dem, was ich in meiner Liste aufgeführt habe, so oder in ähnlicher Form jetzt wieder zu lesen. Denn alles, was man braucht, um auf derartige Gedanken zu kommen, ist nichts weiter, als ein wenig gesunder Menschenverstand gepaart mit dem Wissen um die Tatsache, dass es immer auch anders und meist sogar besser geht.

Der Mensch, den ich meine, ist der in Kopenhagen lebende Däne Jan Gehl. Der heute 77 jährige ist Architekt und Stadtplaner – und weltweit gefeierter Star, wenn es darum geht, den Menschen wieder zurück in den öffentlichen Raum zu holen – oder besser: Den Menschen wieder Raum zu geben. Seit Jahrzehnten arbeitet der Däne daran, Stadt neu zu denken und zu gestalten. Dass Kopenhagen heute da ist, wovon viele andere nur träumen, liegt zu einem großen Teil auch an ihm.
Seine wichtigste Leitlinie ist dabei immer das „menschliche Maß“ und der „menschliche Blickwinkel“. Erst wenn man die Stadt aus diesem Blickwinkel betrachtet, wenn man studiert, wie Menschen sich verhalten und bewegen, wenn man im 5 Km/h statt im 60 Km/h Maßstab plane, kommt man tatsächlich zu Ergebnissen, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Erst wenn man den Menschen als die wichtigste Komponente in der Stadtplanung sieht, bekäme man eine lebenswertere, sichere, nachhaltigere und gesündere Stadt, meint der Däne.

Gehl ist Experte darin, Städte von gestern, die von Modernismus und Motorisierung geprägt sind, in Städte von morgen zu transformieren. Weg vom Gedanken, in Straßen für Autos ein Allheilmittel zu sehen, weg davon, fremde Energie statt eigene für das eigene Fortkommen nutzen zu müssen. Ebenso allerdings auch weg von dem Gedanken, Hochhäuser seien gut für den Menschen. Hin zu einer humanen Stadt, die den Menschen das (zurück)gibt, was dieser für ein gesundes und glückliches Leben braucht: Platz dafür, um das zu tun, was des Menschen natürlichste Sache ist – zu laufen, Rad zu fahren, sich mit anderen Menschen zu treffen und austauschen zu können. „Heute haben wir den Beweis, dass die lebenswertesten Orte mit den glücklichsten Menschen die Städte sind, die nett zu ihren Fußgängern sind„, stellt Gehl fest.

Nun, was hat das mit der Osterstraße zu tun?
Eine ganze Menge!

Hier geht es nämlich um eine Straße, die inmitten eines beliebten und quirligen Viertels liegt. Hier geht es um eine Straße, in der beinahe 90% aller Passanten nicht mit dem PKW an diese Straße kommen, sich allerdings offenbar auch weiterhin mit dem wenigsten Platz zufrieden geben sollen. Es geht um eine Straße, an der zuweilen bis zu 200 Fußgängerquerungen je Stunde abseits der Ampelübergänge gezählt werden. Hier geht es um eine Straße, von der Bezirk und Planer in der Tat sehr viele sehr interessante Zahlen haben [Auswertung Bürgeranregungen Juni 2014, PDF Download, 887 KB] , die, so Jan Gehl, den Planern andernorts oftmals so nicht zur Verfügung stehen würden, dafür aber umso öfter nur die Zahlen, die den motorisierten Verkehr betreffen würden. Hier ist jede Menge Einzelhandel ebenso wie ein breites Gastronomie Angebot vorhanden, die sicherlich mehr als profitieren werden, würde diese Straße wieder den Menschen zurückgegeben werden. „Wir alle leben in einem kapitalistischem Wirtschaftssystem“, sagt Gehl. Trotzdem würden sich immer mehr Städte für eine Mobilitätswende öffnen. Dies würde nicht geschehen, wenn es kein gutes Geschäft wäre. „Geschäftsleute sind im Allgemeinen bloß etwas konservativ, sie wissen, was sie haben, und sind ein wenig unsicher, wenn es um die Zukunft geht. Bei jeglichen Veränderungen sind sie daher eher sehr kritisch, und danach hört man nichts mehr. Ich habe das schon sehr oft erlebt“, sagt Gehl. „Je lebenswerter eine Stadt ist, umso besser ist sie für die Wirtschaft“.
Das sagen übrigens auch diverse Kaufleute, die ich selber befragen konnte – in Hamburg, Bergedorf.

Die Wiener Zeitung hat Gehls Ansichten zu der Frage, wie Städte in menschenfreundliche Lebensräume umgewandelt werden können, in 8 Thesen dargestellt: „Wohnzimmer gestalten, nicht Korridore“, Wiener Zeitung, 1.7.2014

Immer wieder verweist Gehl auf seine Heimatstadt Kopenhagen, die vor 50 Jahren begann, den Autoverkehr wieder auf die Hauptstraßen zurückzudrängen. Inzwischen gilt die Stadt als eine der fahrrad- und fußgängerfreundlichsten Städte der Welt und sie hat gelernt, dass die Vorteile klar überwiegen. Die menschenfreundliche Politik, was den öffentlichen Raum und die Verkehrspolitik betrifft, wurde selbst von einem rechtsgerichteten Bürgermeister nicht mehr zurückgenommen, so sehr sei diese Art der Politik mittlerweile fest etabliert. Hier gebe es deswegen schon lange keinen Aufschrei mehr, „höchstens, wenn mal wieder ein paar Parkplätze weggenommen werden“. Dabei gibt es natürlich auch in Kopenhagen Autos. Es geht also auch abseits von „entweder oder“. Der Platz für fahrende und parkende Autos wurde allmählich verringert. Ebenso wurden Beschränkungen eingeführt, um sicherzugehen, dass sie langsamer fahren und an den wichtigen Plätzen nicht zu zahlreich sind. Über 100.000 m² Straßenfläche sind allein im Zentrum Kopenhagens autofrei – nun folgen ähnliche Schritte auch in Vierteln, die weiter entfernt vom Zentrum liegen – womit wir wieder an der Osterstraße wären. Denn genau dies soll offizielles Ziel der Stadt Hamburg sein, wie es im Masterplan Klimaschutz heisst, den der Senat der Bürgerschaft bereits am 25. Juni 2013 (!) mitgeteilt hat. Interessant ist Seite 7, rechts unten, vorletzter Absatz:

„Integrierte Stadt- und Verkehrsentwicklung: Klimaund
umweltschonende Mobilität und Stadtentwicklung
werden integriert betrachtet und sind auf ein gemeinsames
Ziel gerichtet: u.a. kompakte Stadt/Stadt der
kurzen Wege, Siedlungsentwicklung entlang des
schienengebundenen ÖPNV, autoarme Siedlungen
und Quartiere, Qualität, Nutzung und Umgestaltung
des öffentlichen Raumes, mehr Platz und Aufenthaltsqualität für alle im öffentlichen Raum.“

Also – helfen wir ein wenig mit!
Zuvorderst scheint hier nämlich schlicht zu fehlen, was Gehl zufolge unabdingbar für eine erfolgreiche Verkehrswende ist: Leute mit Visionen. Noch genauer: Politiker, Bürgermeister, Bezirkschefs mit Visionen. Haben wir nicht in Thorsten Sevecke sogar einen passionierten Fahrradfahrer als Bürgermeister vom Bezirk Eimsbüttel? Warum kommen dann keine Impulse von ihm? Weil er in der SPD ist? Weil er nicht „darf“? Weil er meint, dass sich das tolle Eimsbüttel nicht mit so „popeligen“ Städten wie Kopenhagen, Melbourne, New York, Wien, Zürich, Vancouver, Rom und Moskau messen lassen muss, die auch unter Gehls Hilfe erfolgreich dabei sind, sich zu transformieren? Dabei wohnt Herr Gehl gar nicht mal so weit entfernt. Könnte man ihn denn nicht mal einladen? Sich einen Rat holen?

Man muss auch gar nicht unbedingt nach Kopenhagen schielen, wenn es auch an der Elbe so viele engagierte normale Bürger gibt, die teils visionäre Ideen haben. Viel darüber ist z.B. auf Next-Hamburg zu sehen, auch in der stadteigenen Stattwerkstatt   “Zufußgehen und Fahrradfahren sind Ausdrucksformen eines urbanen Lebenstils” in Stadtwerkstatt 4, Hamburgs mobile Zukunft [PDF Download, 804 KB] gibt es aufschlussreiches zu lesen. Und – ja, selbst an der Osterstraße haben viele Menschen ihre Ideen und Wünsche, von denen viele sogar sehr vorbildlich sind, zu Protokoll gegeben [PDF Download, 870 KB]. Ganz zu schweigen von all den Menschen, die die Petition für eine autofreie Osterstraße unterschrieben haben. Die Ignoranz, die die SPD bisher an den Tag legt (siehe „Hamburg bald autofrei!“), ist nicht nur eine Riesenschweinerei – sie ist geradezu unerträglich und einer Stadt wie Hamburg absolut unwürdig! Die SPD scheint sich entschlossen zu haben, leider nur eine Partei von gestern zu sein.

Die GRÜNEN dagegen haben Jan Gehl offenbar für sich entdeckt. Im aufziehenden Wahlkampf versuchte Till Steffen, seine Partei mit Gehls Thesen anzustecken, weil auch er meint, darin den Schlüssel für viele Probleme Hamburgs erkannt zu haben. Melbourne soll Hamburg als Vorbild dienen – 25.2.2014 Hamburger Abendblatt [€] Einen besseren Zeitpunkt als gerade jetzt, mit dem Umbau der Stadt tatkräftig zu beginnen, wird es wohl – wie Steffen es selbst erkannt hat und darlegt „Hamburgleben – von Kopenhagen lernen“ [PDF Download, 97 KB] , so schnell kaum wieder geben.
Aktuell gehen die GRÜNEN in Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Man darf wohl mehr als gespannt sein, was dabei am Ende herauskommen wird. Scholz hatte vorsorglich schon mehr als einmal auf sein Wahlergebnis hingewiesen und die GRÜNEN zu einer REALISTISCHEN Sicht auf die Dinge gemahnt…

Bis dann eventuell etwas tut, muss sich Hamburg aber erstmal weiterhin mit der menschenfeindlichen Verkehrspolitik arrangieren, der gerade vorgestern wieder ein Mensch in Hamburg zum Opfer gefallen ist („LKW überrollt Radfahrerin“, BILD, 8.9.2014). Damit sind in dieser Stadt allein von Jahresbeginn an mindestens 13 Menschen auf unseren Straßen gestorben. In der dänischen Metropole dagegen werden z.B. Fußgängerwege mittels Schwelle durchgehend über Kreuzungen und Einmündungen gezogen, so dass Fußgänger und Radfahrer den Gehsteig nicht verlassen müssen, wenn sie die Kreuzung queren wollen. Was muss hier noch alles passieren, damit der Wind sich endlich dreht???

Ein paar weitere Tote auf Hamburgs Straßen reichen jedenfalls nicht aus, wie es scheint.

An der Bundesstraße in Eimsbüttel, der direkten Verlängerung der Osterstraße kam es im Januar zu einem tödlichen Unfall, bei dem eine Joggerin trotz Grün an der Fußgängerampel am Kaifu überfahren wurde. Seitdem tritt auch hier verstärkt Protest in den Vordergrund, gefordert wird Tempo 30. Eine ähnliche Initiative formiert sich im Stellinger Basselweg und auch der adfc will „Tempo 30“ als Regelgeschwindigkeit innerorts ordentlich Beine machen.
Um all das und vieles mehr geballt in die Öffentlichkeit und mitten auf die Osterstraße zu tragen, planen wir zudem das neue Straßenfest Neuland STRASSE, welches, wenn alles gut läuft, im September steigen soll. Wir freuen uns über jede Hilfe dafür! Denn Argumente für eine lebendige, nachhaltige, sichere und gesunde Stadt gibt es ohne Ende.

Jan Gehl sagt:

„In jedem Fall sind menschenfreundliches Engagement und Sorgfalt die wichtigsten Investitionen – und die Rendite ist enorm!“

oder:

 „Bauen Sie für die Menschen und Sie können alle Probleme lösen!“

Und nun die Preisfrage:
Wie ist DEIN Gegenargument?

 

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 www.gehlarchitects.com

Mehr Informationen

Film:

Copenhagen’s Car-Free Streets & Slow-Speed Zones (7-Minuten Film, in denen Gehl und andere Kopenhagens autofreie Straßen vorstellen)

„The Human Scale“ – Wie soll man Städte bauen? Der Filmemacher Andreas Dalsgaard nimmt uns mit auf eine faszinierende Städtereise quer durch die Welt, von Kopenhagen nach Melbourne, Chongqing und Christchurch – auf den Spuren des dänischen Architekten Jan Gehl. 2012, DVD, 83 Minuten, OmU, Vorschau hier

Making life visible„, Jan Gehl, Video, 3:29

Bücher:

Städte für Menschen„, 2014, jovis Verlag, €32.-
„Leben zwischen den Häusern“ (1971) , „Cities for People“ (2010), „How to study public life“ (2013)

Interviews mit Jan Gehl:
„Bauen für Menschen“ – fairkehr Magazin 6/2010
Gesammelte Interviews und weiteres zu Jan Gehl – PDF zum Downloaden
Stadt der Zukunft – Wien, 2014, sehr umfangreich und lesenswert, 12 Seiten [PDF Download, 165 KB]
„Die Menschen in Bewegung setzen“ – brandeins 12/2014

Weitere, sehr informative und umfangreiche Info-Broschüren der EU – Kommission, englisch

„Reclaiming city streets for people” [5,9 MB, PDF Download]

„Kids on the move“ [ 1,33 MB, PDF Download]

„Cycling – the way ahead for towns and cities“ [1,6 MB, PDF Download] 

 

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Hier geht’s lang zum geplanten Event im September 2015

Hamburg bald autofrei!

Viel Asphalt - die Kreuzung Heußweg Osterstraße
Viel Asphalt – die Kreuzung Heußweg Osterstraße

„Senat will Autoverkehr deutlich reduzieren“ [€] prangte es am 23. August 2014 auf dem Abendblatt Titel. Verkehrs- und Wirtsachftssenator Frank Horch (parteilos) erklärt in diesem Interview, warum z.B. die Sperrung einzelner Straßen „kein Thema“ sei, weil dann „die Autofahrer einfach woanders fahren“ würden. Aha.

Nur einen Tag später legt Jutta Blankau (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, ebenso im Abendblatt ihre Sicht der Dinge dar und redet den Hamburgern ins Gewissen: „Wir alle sollten das Auto in einem Ballungszentrum wie Hamburg nur noch benutzen, wenn es wirklich nicht anders geht.“ „Hamburg ist eine durch und durch grüne Stadt“ [€] 

Bald ist Wahl, da will man schon mal gut Wetter machen und sich eine grüne Brille aufsetzen, mit der sich ein womöglich „fieses“, weil einschneidendes Gerichtsurteil, welches das Hamburger Verwaltungsgericht demnächst fällen wird, besser ertragen lassen könnte: Ab dem 9.Oktober verhandelt das Verwaltungsgericht nämlich eine Klage des BUND und eines Bürgers, mit der die Stadt gezwungen werden soll, schärfere Maßnahmen zur Luftreinhaltung einzuführen („Hamburg verletzt Grenzwerte bei der Luftbelastung“ Die Welt, 9.8.2014). Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid werden seit Jahren teils deutlich überschritten und Besserung ist nicht Sicht.

Laut Jutta Blankau kein Grund, z.B. eine City Maut einzuführen. Es wären Instrumente, die nichts bringen würden, weil sie höchstens die Feinstaub-Belastung senken könnte, womit Hamburg aber kein Problem habe. Problematisch dagegen sein die Dieselfahrzeuge, die „heute zum Teil mehr Stickoxide abgeben als vor 10 Jahren noch“. Hier allerdings sei es ihrer Meinung nach Sache der EU, Vorschriften zu ändern oder des Bundes, Diesel stärker zu besteuern. Das arme Hamburg könne da leider nichts tun. Noch einfallen tut ihr allerdings, dass ein „Großteil der Belastung der Luft und des Lärms auf den Individualverkehr zurückzuführen ist“. Immerhin.

Tja, was denn nun?
Es ist ja toll, wenn der motorisierte Individualverkehr abnimmt (zwischen 2002 und 2008 um 5%), aber was nützt es alles, wenn dafür fette SUV’s die Bilanz gleich wieder verhageln?

Ist es sinnvoll, NUR an das Gewissen der Leute zu appellieren, um diese zum Umstieg auf den HVV, das Rad, Carsharing, Taxen oder die eigenen Beine zu bringen? Ein bisschen Busbeschleunigung hier, in einem halben Jahrhundert vielleicht eine neue U5 und bis dahin schwebt Jedermann mit völlig emissionsfreien fliegenden Untertassen durch die Straßen? Bloß „ingenieurgetriebener Umweltschutz“ á la Scholz?
Ist es also weiterhin gerecht, allen Verkehrsteilnehmern, also auch den Autos, überall das gleiche Recht auf freie Bewegung einzuräumen? Wo man doch offenkundig ganz genau weiß, wo das Problem liegt? Blankau möchte niemanden zwingen, sondern überzeugen. Klingt gut. Im nächsten Schritt werden P+R Gebühren eingeführt. Überzeugend? Zum Umsteigen?! „Ferien vorbei – Parkhäuser leer“, Bild HH, 27.8.2014

Aber kleckern kann man schließlich doch: So hätte man in den letzten 3 Jahren 30 Millionen Euro ausgegeben, um den Radverkehr zu stärken. Ein neuer Loop, ein paar Velorouten und Stadtradstationen wurden ausgebaut, weiße Striche auf den Asphalt gepinselt und jede Menge neue Schilder angeschraubt: 200 Einbahnstraßen sind jetzt in beide Richtungen für Radfahrer befahrbar und es gibt sage und schreibe 8 Fahrradstraßen! Einige davon rund um den Hauptbahnhof, kleine Neben-der-Hauptstraße-Parkplatzwege, peinlich. An immer mehr Kreuzungen wird das indirekte Abbiegen eingeführt, welches Radfahrern eine im Vergleich zu Autofahrern doppelt so lange Zeit abnötigt, diese zu passieren. In Kopenhagen dagegen gibt’s sogar die „Grüne Welle“ für Fahrräder. Famose Förderung des Radverkehrs! Umsteigen? Nee, lass‘ man lieber… („Alles Fahrrad-Freunde“, taz nord, 1.8.2014)

Jens Kerstan (Grüne) will das alles anders machen. Er möchte urbane Räume für das Leben zwischen den Häusern zurückerobern. „Der Autoverkehr, so wie er jetzt organisiert ist, verhindert das.“ („Urbanes Leben ohne Autos“, taz nord, 17.8.2014) Er möchte alle unterstützen, die auf das Auto verzichten und eine flexible Mobilität wollen. Aber: „Wir sind nicht gegen das Auto!“ – Nein, natürlich nicht, wo kämen wir denn da nur hin?!

Wie also die Wende schaffen? Hamburg ist ja kreativ: „Für jeden Mobilitätsbedarf muss in der Stadt jederzeit das individuell am besten geeignete und umweltfreundlichste Verkehrsmittel bereitstehen. Große Bedeutung habe darum der Ausbau eines attraktiven ÖPNV’s und das Auto mit – man staune – umweltfreundlichen Antriebssystemen. Nachzulesen in Hamburgs Träumereien einer utopischen Ökostadt – „Grüne, gerechte Stadt am Wasser“, [PDF Download, 13 MB]. Weiter heißt es: „Der Schlüsselkonflikt im Städtebau des vergangenen Jahrhunderts – der Kampf zwischen der autogerechten und urbanen Stadt – steht damit vor seinem Ende.“ Oha! Amen.

Das ganze kann man natürlich auch anders sehen – etwa, wie es die Wirtschaftsbehörde sieht: „Verbesserungen der Infrastruktur für den Fuß- und Radverkehr sind auf Grund der hohen Nutzungskonkurrenzen im öffentlichen Straßenraum oft schwer durchsetzbar. Sie lassen sich i. d. R. nur durch eine Umverteilung innerhalb des Straßenraumes und oft zu Lasten des MIV [Motorisierter Individualverkehr] erzielen.“ Mobilitätsprogramm Hamburg 2013 [PDF Download, 7,1MB].  Im Klartext: Freie Fahrt für’s Auto! Das also ist Programm der SPD, mal so, mal so verpackt. Mit Zukunft, Öko und autofrei dürfte all das wenig zu tun haben. Eher doch damit, dass z.B. schon in der Ausschreibung für die Umbauplanungen der Osterstraße folgendes festgelegt ist – lange bevor das Wort „Bürgerbeteiligung“ überhaupt ein erstes Mal gesprochen ist: „Die bestehende Begrenzungslinie und die Fahrbahnführungen sollen dabei weitestgehend erhalten bleiben“

Noch einmal Frank Horch: „Die Sperrung einzelner Straßen ist kein Thema, weil dadurch die Belastung in der gesamten Stadt nicht sinken wird. Dann fahren die Autofahrer woanders lang.“

FALSCH!
Natürlich können Sperrungen einzelner Straßen ganz entscheidend mit zu einer Verkehrswende führen – wenn nur die richtigen in den Fokus genommen werden. Damit der Weg hin zu einer neuen Mobilität überhaupt klappt, muss die entsprechende Infrastruktur auch erst einmal geschaffen werden – für die Verkehrsteilnehmer von Morgen. Dazu gehören auf jeden Fall der Radverkehr und auch der Fußgängerverkehr, wie es die Stadt ja mittlerweile schon erkannt hat und in diversen Pamphleten zum Besten gibt. „Zufußgehen und Fahrradfahren sind Ausdrucksformen eines urbanen Lebenstils“ in Stadtwerkstatt 4, Hamburgs mobile Zukunft [PDF Download, 804 KB] . Genauso wie zur Industrialisierung und weiter zu Wirtschaftswunderzeiten die Infrastruktur für das Auto angelegt wurde und sich dem beinahe alles andere unterordnen musste, muss sie jetzt eben für andere Verkehrsteilnehmer geschaffen werden. Dazu gehört zusätzlich zum Ausbau des ÖPNV zwingend der massive Ausbau von Radwegen und ebenso die Rückgewinnung von öffentlichem Raum für Fußgänger. Urbane, belebte Innenstadt und Stadtteilzentren müssen autofrei werden, überall, – nicht nur in neu geplanten Wohnquartieren, sondern vor allem und gerade in bestehenden Altbauvierteln mit teils massiven (Park)Platzproblemen. Dann weicht auch kaum noch einer mehr in die Einkaufsstraße „nebenan“ aus. Die träge Masse steigt erst dann um, wenn alle Voraussetzungen geschaffen sind („Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“). Das geht nur, wenn dem motorisierten Individualverkehr Platz genommen wird – alles andere kann nur halbherzig und somit zum Scheitern verurteilt sein!

„Der Durchgangsverkehr muss auf den Hauptstraßen gebündelt bleiben und durch verkehrsabhängige Ampelschaltungen ein guter Verkehrsfluss gewährleistet werden“, sagt Frank Horch. Da gebe ich ihm absolut Recht. Die Osterstraße wird er ja hoffentlich nicht gemeint haben…. Nicht nur reden, fangen Sie doch endlich mal an, den Autoverkehr drastisch zu reduzieren! Oder habe ich etwas übersehen?

 

Welterster sein – in Hamburg

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„Der Schrei 2.0“ Jens Natter – http://www.bildernatter.com

Nein, dass muss keine Zukunftsträumerei sein – das muss Zukunftsrealität sein! Kopenhagen hat im letzten Jahr 33,5 Millionen Euro in den Radverkehr investiert – in Hamburg waren es nur schmale 5 Millionen. Hier muss der Wandel stattfinden! Helfen wir mit! Die Vorfahrt für das Auto muss endlich gebrochen werden. Jetzt! Heute noch unterzeichnen – wirklich, allerallerletzte Chance! – und Welterster sein im Umwandeln von Autostraßen in autofreie Zonen – zumindest in Hamburg Eimsbüttel. Dann Weltmeister sein.

GRÜNEN auf die Sprünge helfen

Heute morgen fand noch vor der Landesmitgliederversammlung ein SpitzenkandidatInnen Speed-Dating der GRÜNEN Hamburg in der Luise Schröder Schule in Altona statt.

Ein Mitstreiter, selbst GRÜNER, und ich hatten dabei die Gelegenheit, sowohl Katharina Fegebank, Jens Kerstan und Till Steffen mit unserem Projekt zu konfrontieren.

Insgesamt kam von allen ein recht positives Feedback, schließlich wollen die GRÜNEN ja auch, dass es zukünftig wieder mehr Platz für Menschen und weniger für Autos im Straßenraum gibt.

Eine Idee gut zu finden ist das eine, sich voll und ganz dafür einsetzen zu wollen allerdings das andere.

Katharina möchte die Idee nochmal mit in den entsprechenden Kreisverband nehmen und Till zeigte mir wunderschöne vorher/hinterher Bilder in einem tollen Buch – zu sehen waren belebte Fußgängerzonen.

„Und warum dann nicht die Osterstraße auch so?“
Das wäre ja schon mal ganz gut so, mit mehr Platz für Fußgängern und Radfahrern. Wohlgemerkt – die Fahrbahnen bleiben. Immerhin kann Till sich vorstellen, die Osterstraße temporär zu sperren, testweise, was man ja rückgängig machen könne, wenn es sich als falsch erweisen sollte. (Mopo am Sonntag, 6.7.2014) sowie weiterer NDR Bericht

Das ist mir einfach zu wenig!
Echte Begeisterung sieht anders aus!
Hallo GRÜNE! Heute hat die taz nord einen klasse Schwerpunkt zum Thema Fahrradfahren gebracht. „Von Kopenhagen lernen“, einer Stadt, die die Grundlagen für die Früchte, die sie heute erntet, bereits in den 70er Jahren gelegt hat. Bei 32% liegt der Anteil des Radverkehrs in der Ostseemetropole, in wenigen Jahren sollen 50% erreicht werden, weshalb hier weiterhin massive Energie in den Ausbau des Radwegenetzes gelegt wird. An der Elbe dagegen liegt der Anteil bei mickrigen 12%. Mit Schutzstreifen wird das alles nichts! Eher mit Visionen – „Sky Cycle“ nennt Star-Architekt Sir Norman Foster seine Zukunftsvision einer Fahrrad-Autobahn auf Stelzen in der Londoner City. (Wochenend-Print Ausgabe taz-nord)

Kopenhagen baut aber nicht nur Fahrradwege aus, sondern kontinuierlich auch autofreie Zonen in den der Innnenstadt. Waren 1962 „nur“ 15.800 m² autofrei, sind es seit 1995 mindestens 95.750 m² geworden. Auf der Karte sieht das so aus:

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Quelle: Reclaiming city streets for people

Und in Hamburg? Es gibt so viel, was energisch angegangen werden muss: In der Innenstadt – vom Gänsemarkt und alles rund um den Jungfernstieg, Große Bleichen, Neuer Wall. Die Lange Reihe in St. Georg ist ein ebenso heißer Kandidat für eine autofreie Zone, sie wird noch mehr umzingelt von großen Straßen als die Osterstraße. Urbane Zentren müssen wieder autofrei werden – „autofrei“, weil es Radverkehr nicht ausschließen muss. In Hamburg gibt’s ohne Ende zu tun!

Die GRÜNEN sollten begreifen, dass dieses Thema sehr wichtig ist. Es ist eine der größten Zukunftsaufgaben in den Stadt.
Ein Thema, welches zweifellos viel Kritik, Widerstand und Gejammer mit sich bringt. Welches aber auch das Potential hat, Kreativität und Innovation zu freizulegen. Hier ist DAS Thema – leicht verständlich für Jedermann und Frau, nicht so verwirrend wie TIPP und TISA und Fracking – und vor allem eines, von dem sich GRÜNE endlich mal wieder von allen anderen Parteien deutlich unterscheiden und abheben können!

Dazu gehört aber, klar und deutlich zu kommunizieren, wie die Zukunft aussehen soll. Da kann nicht um Parkplätze herum laviert werden und Schutzstreifen gar keine Option mehr sein. Autofahren unattraktiver zu gestalten ist dabei Programm und Ziel! Das wird hart in einem Autofahrerland. Genau darum braucht es aber Euch GRÜNE! Irgendwann können dann auch die Früchte geerntet werden – auch das macht Kopenhagen vor….

Ich denke, es ist vor allem eine Sache, wie es kommuniziert wird: Es soll ja NICHT VERBOTEN werden, Auto zu fahren. Es soll nur erreicht werden, dass dies bewusster – und somit deutlich weniger – geschieht. All die VORTEILE müssen an vorderster Front den Menschen verdeutlicht werden – und die gibt es wie Sand am Meer. Sich darüber tatsächlich mal sehr, sehr ernsthafte Gedanken zu machen und es vor allem auch der eigenen Wählerschaft als einen Großen Gewinn verkaufen zu können, sollte sich mehr als lohnen. Man muss es vielleicht ein wenig so sehen wie Robert Habeck nebenan – Umwelt- und stellvertretender Ministerpräsident in Schleswig Holstein, der es okay findet,  „sich mal ne Wurst zu gönnen und auch mal zu Aldi zu gehen“ Dürfen Grüne keine Ökos sein?, taz, 12. Juni 2014. Wer sagt denn, dass es nur mit „Abgehobener Lebensstil-Vorschreiberei gehen soll“?

Also – Hoch die Fahnen, auf in den Kampf!

 

In eigener Sache – Online Petition

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Das hatte ich so nicht gewusst: Man kann in Hamburgs Bezirken gar keine Online-Petitionen einreichen. Auf diese Info bin ich erst vor wenigen Tagen gestoßen. Ich ging davon aus, weil es Online-Petitionen ja mittlerweile im Grunde zu allem und jedem gibt, dass es selbstverständlich wäre, dass ich eine solche eben auch in Eimsbüttel einreichen könnte. Leider stimmt das aber nicht.

In Hamburg können Online-Petitionen nur an den Senat eingereicht werden, also auf Landesebene, und nur dann, wenn mindestens 10.000 Menschen unterschreiben. Die 10.000 habe ich ja als Ziel sowieso formuliert – immerhin – auch wenn wir noch meilenweit davon entfernt sind…

Nichtsdestotrotz werde ich weiter Unterschriften sammeln und diese Aktion auch weiterhin als „Online-Petition“ bezeichnen. Auch wenn offiziell diese Sache nicht angenommen werden muss, werde ich auf jeden Fall alle Unterschriften an den Bezirk Eimsbüttel in Gestalt des Bezirksamtsleiters Herrn Dr. Sevecke und Herrn Thomas Pröwrock, Leiter des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes, übergeben. Denn eines zeigt diese Aktion den Politikern im Bezirk alle mal: Dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich eine andere Osterstraße, eine gesündere und nachhaltigere Stadtplanung in Eimsbüttel wünschen. Denn darauf kommt es an. Nur darauf.