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Dank Rot-Grün nur Lärm und Dreck statt Straßenfest

Foto: mit freundlicher Genehmigung, Harry Hautumm / pixelio.de, Bearbeitung: Neuland STRASSE
Foto: mit freundlicher Genehmigung, Harry Hautumm / pixelio.de, Bearbeitung: Neuland STRASSE

Es hätte anders kommen können.
Ab heute wäre „Neuland STRASSE“ für die kommenden 3 Tage auf der Osterstraße gestiegen.

Es wäre  ein Straßenfest, bei dem der Mensch, die Bewohner Eimsbüttels und Besucher aus dem Rest der Stadt, im Mittelpunkt gestanden hätten.

Darauf (und auf mehr) muss Eimsbüttel nun verzichten:

  • viel Informationen rund um neue Mobilität
  • Infostände und / oder Aktionen z.B. vom adfc Hamburg, VCD Nord (Verkehrsclub Deutschland), cambio Carsharing, FUSS e.V. (Hamburg), Fahrradstadt Wilhelmsburg e.V., StadtRAD Hamburg, ETV, … (alle Genannten haben uns entweder öffentlich unterstützt bzw. eindeutiges Interesse gezeigt, DANKE dafür!)
  • Ideenwerktatt von und mit nexthamburg, (Motto: Wie könnte die Osterstraße denn noch so aussehen?)
  • Aktionen, Kunst, Performances (Interesse zeigten die „Lenz-Dancers“ und die „Crazy Bikers“ sowie eine Skateschool)
  • Kino umsonst und draußen: „The Human Scale“ hätten wir auf der Kreuzung Hellkamp gezeigt,  der Verleiher hat es uns erlaubt. Auch hierfür ein Riesendankeschön nach München
  • 3 Tage, an denen sich zeigen ließe, dass besseres Leben sogar hier möglich ist
  • 3 Tage kein Lärm, keine Abgase und mehr Sicherheit
  • 3 Tage saubere Luft, Ruhe und viel, viel Platz für Kinder, Nachbarn, Senioren – Platz für die Menschen. Für DICH.

Leider können wir nicht sagen, warum dieses Fest nicht stattfinden soll.  Man hat nicht einmal ernsthaft mit uns darüber geredet. Wir wurden schlicht ausgesessen, bis wir nichts mehr tun konnten als von uns aus abzusagen.

Über die Hintergründe der Nicht-Genehmigung kann Euch die Bezirksamtsleitung Eimsbüttel sicherlich mehr Informationen geben.

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Schweigen aus dem Ämterwald…

schweigen

#### Abschrift aus dem Stadtmacher-Blog von „Neuland STRASSE ####

Hallo Neuland Fans,

am 5. Juni haben wir, wie im vorherigen Blogbeitrag [auf der Stadtmacher-Projektseite] beschrieben, dem Bezirksamt Eimsbüttel ein weiteres Mal sehr umfangreich geschrieben und unsere Vorstellungen und Pläne sehr detailliert dargelegt.

Wir hatten zudem aus Insiderkreisen die Information erhalten, dass wir endlich auch zu einem Gesprächstermin eingeladen werden sollten. Passiert ist seitdem leider nichts. Am 11. Juni hatte ich noch einmal nachgefragt und darum gebeten, auch Kontakt zu anderen Teammitgliedern aufzunhemen, da ich selbst im Urlaub war. Auch von denen hat keiner mehr etwas gehört. Keine Rückmeldung, keine Einladung, überhaupt nichts.

Für uns haben wir daher entschieden, dass der Zug für ein diesjähriges „Neuland STRASSE“ Event inzwischen eindeutig abgefahren ist. Wir sehen nun schlicht keine Möglichkeit mehr, in der verbleibenden Zeit, nur noch gut ein Monat, dieses Projekt realisieren zu können. Es ist völlig illusorisch, selbst wenn wir morgen eine Zusage erhalten sollten, in so kurzer Zeit noch all die nötigen Vorbereitungen, geschweige denn ein Crowdfunding, auf welches wir angewiesen sind, erfolgreich durchzuführen. Das Amt scheint auf Zeit gespielt zu haben.

Wir werden dennoch „Neuland STRASSE“ auf den Seiten von Stadtmacher.org stehen lassen. Es ist viel konzeptionelle Vorarbeit von uns geleistet worden, Kontakte wurden geknüpft, erste Zusagen hatten wir bereits in der Tasche. Es wäre schade, wenn alles umsonst gewesen sein sollte. Vielleicht finden sich ja Leute, die Lust haben, dieses Projekt weiterzuentwickeln. Gerne werden wir beisteuern und weitergeben und sicher auch mit anfassen, was wir begonnen haben. Also, wer ernsthaftes Interesse daran hat, sollte sich auf jeden Fall melden bei mir.

Eines zeigt der bisherige Werdegang jedoch ganz deutlich – Projekte wie dieses sind wichtig, und, solange sie so stiefmütterlich behandelt werden – gerade in Zeiten einer rot-grünen Koalition – noch viel wichtiger! „Neuland STRASSE“ ist definitiv ein sinnvoller Anreiz, der irgendwann und irgendwo mal umgesetzt werden sollte. Vielleicht nicht in Eimsbüttel. Dort, wo wir dieses Event geplant haben, wird nächstes Jahr Baustelle sein. Wenn nicht hier, dann eben anderswo. Hamburg ist groß und „Neuland STRASSE“ überall!

Bleibt also bitte Fan und gebt diesem Projekt weiterhin eine Chance!

Vielen Dank für die bisherige Unterstützung und beste Grüße

Kai Ammer

PS: Hier auf „Osterstraße autofrei!“ werden wir selbstverständlich über den bald beginnenden Umbau der Straße berichten. Auch sonst soll für eine sinnvolle Verkehrswende in Hamburg, die kommen muss, wenn wir eine bessere Zukunft haben wollen, ordentlich Dampf gemacht werden.
Stay tuned!

Neuland STRASSE vor Anhörung

vor anhörung

Hallo an alle Fans, Unterstützer und Interessierte des Projektes „Neuland STRASSE“. Letztens ist es recht still um uns geworden, aber das täuscht. Hinter den Kulissen haben wir mächtig gearbeitet. Zur Zeit befindet sich „Neuland STRASSE“ in der Anhörungsphase des Bezirksamtes Eimsbüttel. Wir möchten nun auch Euch alle über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

Warum sind wir in der Anhörungsphase? Hintergrund ist, dass wir am 12. Mai einen Bescheid des Amtes bekommen haben, in dem uns eine „Anhörung vor dem Ablehnungsbescheid“ eingeräumt wurde. Die Frist, weitere „Tatbestände“ vorzutragen, welche das Bezirksamt womöglich doch noch veranlassen könnte, „Neuland STRASSE“ zu genehmigen, lief am 5. Juni ab. An diesem Tag haben wir nochmals recht umfangreich schriftlich geliefert.

Wir haben dabei ein vorläufiges Programm auf die Beine gestellt, um zu veranschaulichen, wie wir uns die drei Tage des Veranstaltungs-zeitraumes vorstellen. Des weiteren haben wir im Groben unsere Tatbestände zu drei Schwerpunkten – „Unsere Unterstützer“, „Ort der Veranstaltung“ sowie „weitere Gedanken, die wir gerne teilen möchten“ zusammengefasst, die wir hier kurz vorstellen wollen.

Unsere Unterstützer:

Immer mehr Unterstützer in Form von Vereinen, Institutionen und Initiativen stellen sich hinter unsere Idee. Aktuell handelt sich folgende:

  • ETV
  • Bündnis 90/Die Grünen Eimsbüttel
  • Die LINKE Fraktion in der BV Eimsbüttel
  • adfc Hamburg
  • VCD (Verkehrsclub Deutschland)
  • Fahrradstadt Wilhelmsburg e.V.
  • FUSS e.V.
  • nexthamburg
  • Urknall
  • cambio Carsharing

Wir haben ebenso darauf hingewiesen, dass wir bereits Kontakt zu folgenden Anbietern und Verbänden aufgenommen haben:

  • HOCHBAHN
  • switchh
  • StadtRAD Hamburg
  • Greenpeace
  • B.A.U.M. e.V.

Tatsächlich haben wir noch weitere Akteure angefragt und wir rechnen damit, dass es weitere Zusagen gibt, sobald eine Genehmigung vorliegt.

Ort der Veranstaltung:

Aus Quellen des Bezirksamtes ist uns bekannt geworden, weshalb wir bisher einen Ablehnungsbescheid bekommen sollten. „Bedenken“ soll es von Seiten des HVVs sowie der Polizei (Verkehrsbehörde) geben.

Dazu haben wir natürlich ausführlich Stellung genommen.
Wir haben auf andere Straßenfeste in der Osterstraße verwiesen, wie das „Osterstraßenfest“ oder auch das „Weiße Dinner“, welches 2011 auf dieser Straße stattfand. Vor allem das „Osterstraßenfest“ lässt die Straße in voller Länge sperren und greift somit ungleich drastischer in die „Leichtigkeit des Verkehrs“ ein, als wir es vorhaben. Wir haben betont, dass wir bei Ablehnung aus diesen Gründen eine Verletzung des Gleichheitssatzes sehen würden.

Ein weiterer Punkt betrifft die Sorgen des HVV, dessen Buslinien die Osterstraße durchfahren. Auch hier konnten wir den Wind aus den Segeln nehmen, da weder der Metrobus 4, noch die Nachtbuslinie auf ihren regulären Linien von „Neuland STRASSE“ beeinträchtigt werden.

Wir haben auch noch einmal darauf hingewiesen, dass es wohl kaum im Interesse der Unterstützer sein wird, etwaige Stände oder Aktionen auf abgelegenen und weniger frequentierten Straßen aufzubauen.

218 Unterschriften für „Neuland STRASSE“ hatten wir auf dem „Sillemstraßenfest“ am 16. Mai gesammelt. Diese Unterschriften haben wir zusammen mit diesem Schreiben übergeben.

Als letzten Punkt haben wir erklärt, dass es „Neuland STRASSE“ eben auch ganz genau darum geht in die Leichtigkeit des Verkehrs einzugreifen – und nebenbei viele Alternativen aufzuzeigen. Diese Veranstaltung woanders (Nebenstraßen, Park etc.) stattfinden zu lassen würde den Sinn und Zweck des ganzen Projektes verfehlen.

Gedanken, die wir gerne teilen möchten:

In anderen Städten gibt es so etwas wie „Neuland STRASSE“ schon länger. Vor allem in Köln organisiert die AGORA das seit 2011 sehr erfolgreich stattfindende Straßenfest „Tag des guten Lebens“. In Bremen organisiert sogar der Senator für Umwelt den „Autofreien StadtTraum“, auch dort wird ordentlich Programm gemacht. Wir haben darum gebeten, sich unsere Vorbilder einmal anzuschauen.

Als letztes haben wir auch das Bezirksamt eingeladen, einmal darüber nachzudenken, ob es nicht Sinn machen könnte, den letzten Stand der Umbauplanungen unmittelbar zu Beginn der Umbauarbeiten (Start ist September 2015) auf „Neuland STRASSE“ noch einmal vorzustellen und somit Lust auf Neues zu wecken sowie auf diese Weise für Verständnis für die Unannehmlichkeiten zu werben, die der beginnende Umbau zunächst mit sich bringen wird. Einen besseren Ort dafür als „Neuland STRASSE“ können wir uns jedenfalls kaum vorstellen. Wenn dann im Hintergrund auch schon die Bagger zu sehen sind – umso besser.

Fazit:

Ich glaube, wir vom Treiber-Team sehen dem weiteren Verlauf der Entwicklung ganz gelassen entgegen. Aus dem Bezirksamt haben wir nämlich auch noch etwas ganz anderes erfahren: Der Bezirksamtsleiter scheint unser Anliegen gar nicht mal so schlecht zu finden und auch das Angebot zu direkten Gesprächen sollen wir noch erhalten. Also – da ist noch Luft nach oben!

Wie geht’s weiter?

Zunächst warten wir ab, ob unser Projekt genehmigt wird oder nicht. Wenn es genehmigt wird und wir weitere Vorgaben kennen, die wir als Veranstalter erfüllen müssen, werden wir schnellstmöglich das Crowdfunding beginnen, um die Kosten dafür zusammenzusammeln.

Dafür werden wir massiv die Presse bearbeiten – was wir bisher ganz bewusst noch nicht getan haben – und bitten auch alle, soweit es ihnen möglich ist, die Idee von „Neuland STRASSE“ sowie den Link zur Stadtmacher-Projektseite weiter zu streuen. Gleichzeitig werden wir damit starten, das vorläufige Programm verbindlicher zu gestalten. Wir wissen, dass die Zeit knapp ist, aber das muss gar nicht mal ein Hindernis sein. Lassen wir uns alle mal überraschen, was sich mit Spontanität, Kreativität und dem Willen, diese Chance gut zu nutzen, auf die Beine stellen lässt.