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Rad DEMO für mehr Radfahrsicherheit auf der Osterstraße

Aufruf Demo KFHH 5_11_2017 Osterstraße_groß_web

Am kommenden Sonntag, 5. November 2017, ruft die Aktion „KURS FAHRRADSTADT“ zur Fahrraddemo für mehr Sicherheit in Hamburg auf. Treffpunkt: Osterstraße / Ecke Hellkamp um 13.00 Uhr.

Kurz zuvor wird der mehrjährige Umbau der Osterstraße um 12.00 Uhr auf dem Fanny-Mendelssohn-Platz an der U-Bahn Haltestelle für beendet erklärt. Die neue Flaniermeile wird dann offiziell durch Eimsbüttels Bezirksamtschef Kay Gätgens und den Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Andreas Rieckhof, eingeweiht. Im Anschluss soll es ein „kleines Rahmenprogramm“ geben. Nachdem sie sich gefeiert haben, wollen wir wenige Meter weiter um 13.00 Uhr zeigen, was der Umbau uns Radfahrenden gebracht hat – nämlich nicht einmal mehr Schutzstreifen.

Daher sorgen wir für ein großes Rahmenprogramm und bauen uns selber eine Protected Bike Lane! Seid kreativ, bringt Klobürsten, Pömpel, Kegel, Hütchen, Kuscheltiere, Räder, Lastenräder, Radanhänger, Plakate, Tempo30 Schildchen und einfach gute Laune mit, auf dass wir alle gemeinsam das Gefahrengebiet „Schutz“streifen entschärfen können.

Die Osterstraße steht stellvertretend für viele neue Bauvorhaben, bei denen Radfahrende höchstens die zweite, wenn nicht gar die dritte Geige spielen. Damit muss in Hamburg Schluss sein! Fast 1.700 Menschen fordern daher bis heute unseren Ersten Bürgermeister auf, Prioritäten in der Verkehrspolitik endlich neu zu setzen. Auch du kannst dich einreihen und mitmachen: KURS FAHRRADSTADT auf change.org unterzeichnen und am Sonntag zur Rad-Demo kommen.

Wir sehen uns auf der Osterstraße!

Kai und Team KURS FAHRRADSTADT
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Warum, weshalb, wieso? 
Hintergründe zum Thema findet ihr in unserem KURS FAHRRADSTADT FAQ

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Hm, und nun?!?

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Gleich geht’s ganz auf den „Radweg“ – also – der Bus ist gemeint

Gerade eben an der Bushalte U-Bahn Osterstraße erlebt: Ich warte auf den Bus, er kommt und weiter hinter ihm folgen einige Radfahrende auf dem neuen Schutzstreifen. Der Vierer fährt ran, Türen auf, ich rein und weil’s voll ist, gehe ich nach hinten durch und sehe wieder die Radfahrer, die nun bis auf wenige Meter hinter den Bus aufgefahren sind. Doof nur, dass nun der Bus, der noch längst nicht fertig ist, ihren „Radweg“ blockiert, denn er verläuft ab hier direkt auf der Bushaltestelle. Sie, offenbar ein etwas älteres Pärchen, beginnen nun, links am Bus vorbei zu radeln. Kaum sind sie auf Höhe der Busziehharmonika angekommen, fährt dieser an. Um kurz darauf wieder vor der noch roten Ampel anzuhalten. Die beiden Radfahrer lassen sich zurückfallen, scheren nun wieder hinter den Bus ein und möchten wieder ganz nach rechts, um zurück auf „ihren“ Schutzstreifen zu kommen. Aus irgendeinem Grund fährt der Bus doch nochmal einige Meter vor, um abermals wieder abrupt zu bremsen. Während der Mann auf dem Rad wieder auf dem Schutzstreifen ist, wäre die Frau bei dieser Aktion beinahe an die hintere rechte Busecke gerasselt. Alles nochmal gut gegangen, die beiden schauen sich fragend und leicht verwirrt ob der Situation an, dann setzen alle ihre Fahrt fort.

 
Ich finde, das Verhalten der Radfahrer entspricht eigentlich dem ganz normalen Menschenverstand. Parkt oder hält etwas auf meinen Wegen, fahre ich, wenn es geht, daran vorbei. Mal angenommen, die Radfahrer wären noch einige Meter weiter gekommen, der Bus fährt parallel ab, dann stehen die Radler gleich links vom Bus an der Haltelinie – mitten auf der Kreuzung und weit ab vom Schutzstreifen.
 
Radwege direkt über Bushaltestellen zu führen ist doch Mist! Leider wird dieses Vorgehen immer mehr in Hamburg eingeführt, schön zu sehen auch an der Kreuzung Osterstraße/Schulweg auf dem Ring2. Hört bitte auf mit diesen undurchdachten Fahrrad-Lösungen, die alles sind, nur eines nicht: Sicher. Gebt den Bussen, was Busse brauchen – und den Rädern, was Räder brauchen. Aber richtig!
 
Ein Grund mehr, jetzt KURS FAHRRADSTADT gut zu finden und auf change.org zu unterzeichnen.