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Neuland STRASSE am Start

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Lange hat’s gedauert, nun endlich lüften wir unser Geheimnis. Mit einer großen Aktion im September wollen wir gerne weiter alles dafür tun, damit am Ende auf der Osterstraße wieder all die mitten auf der Straße stehen, die sonst an den Rand gedrängt werden – die Menschen aus Eimsbüttel.

Auf „Osterstraße autofrei!“ werde ich hin- und wieder über den Stand der Dinge berichten, alles weitere findet Ihr aber auf der eigens für dieses Event eingerichteten Homepage Neuland STRASSE und vor allem auch auf den Seiten von Stadtmacher, die in den nächsten Tagen online gehen werden.

Unterstützt uns! Reicht Ideen ein! Meldet Euch, wenn Ihr unserem Orga-Team unter die Arme greifen wollt!  Vor allem aber erzählt von unserem Vorhaben und helft, es bekannt zu machen.

Für alle weitere Informationen, warum, weshalb und was genau Neuland STRASSE eigentlich sein will und vorhat –  –> hier lang!

Was Köln kann, kann auch Eimsbüttel – oder?

Schon zum  zweiten Mal fand am 31. August in Köln-Ehrenfeld ein autofreier Tag statt. Erfolgreich wurde ein buntes Fest gestartet, in dem die Menschen aus dem Viertel im Mittelpunkt standen und eingeladen wurden, Sofas und Tische auf die Straße zu stellen und es sich gemütlich zu machen.
Bremen kann es auch. „autofreier StadTraum“ nennt sich die Veranstaltung, die am 21. September von 11 – 18 Uhr an der Weser stattfindet.

In etwa so etwas stellt sich auch „Osterstraße autofrei!“ für Eimsbüttel vor. Möglichst ein paar Tage eine Straße nur für die haben, die sie am meisten nutzen – die Menschen aus Eimsbüttel, Fußgänger, Radfahrer und Kinder. „Ein paar Tage“ aus einem einfachen Grund: Ein Tag kann Event sein, die anderen wäre die Osterstraße schlicht und einfach mal autofrei.

Das muss kein Wunschtraum sein – es ginge tatsächlich. Zusammen mit vielen ließe sich eine tolle Sache planen und umsetzen. Mit Initiativen von vor Ort, Vereinen, Anwohnern und allen anderen Begeisterten könnte die Straße für ein paar Tage „umgestaltet“ werden. Etwas Besseres, um zu zeigen, dass eine autofreie Osterstraße tatsächlich erstrebenswert ist und dass sie auch funktionieren würde, gibt es nicht!

Was es aber offenbar gibt, wäre Unterstützung und Know How von Profis, die die Sache von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleiten würden. Voraussetzung dafür ist nur eines:

Es braucht einen kleines Team von Enthusiasten, die bereit sind, die Aktion treiben und pushen zu wollen. Ich wäre natürlich dabei, ebenso haben schon „1,75“ weitere Leute ihre Bereitschaft signalisiert, mitmachen zu wollen. Trotzdem suche ich noch etwa 2 bis 3 weitere Leute, die Lust und Zeit haben, sich der Sache anzunehmen. Nur dann wird es möglich sein, Aufgaben auch unter sich aufteilen zu können ohne dass ein oder zwei Leute alles alleine schultern müssten, worauf ich auch keine Lust habe.

Also: Ohne eine  initiative Treibergruppe ist die Idee von Beginn an zum Scheitern verurteilt.
Köln kann’s, Eimsbüttel nicht? Ganz schön blöd, oder?

Parkplätze und Osterstraße zu Lebensraum!

53 Millionen Autos gibt es derzeit in Deutschland (+ 3,3 Millionen in den letzten 5 Jahren)  und damit diese es auch ordentlich bequem haben, stehen jedem dieser Fahrzeuge statistisch gesehen 12,5m² Platz in Form von Parkplätzen zu. Da genau geregelt ist, wer wo und wie viele Parkplätze für die „Stehzeuge“ bereithalten muss – vom Einkaufzentrum über Schwimmhallen, Wohnhäusern, Dattelhallen usw. usf., steht dieser Platz den rollenden Blechkisten sogar oftmals mehrfach zur Verfügung. Nachzulesen ist das ganz prima in der aktuellen Ausgabe des VCD-Maganzins „Fairverkehr“ – „Mensch versus Auto“.

Die gute Nachricht indes ist, dass sich dagegen sehr wohl was tun lässt. So läuft derzeit in Bonns Altstadt recht erfolgreich der Versuch, Parkplätze in Miniterrassen der ansässigen Gastronomen zu verwandeln (Ebenso im VCD Magazin). So einfach und schön kann das Leben im öffentlichen Raum sein, wenn nur alle (vor allem auch die Politik) an einem Strang ziehen und mitmachen. Warum dies nicht auch an der Osterstraße mal ausprobieren?

Auch interessant könnte der weltweit am 19. September stattfindende „Park(ing) Day“ sein, der in Deutschland offenbar auch in München stattfindet. Auch hier geht es darum, Parkplätze kreativ mit Leben zu füllen.

Oder warum nicht gleich mal ein alternatives Straßenfest auf der Osterstraße anleiern, um das Feld nicht nur dem drögen Osterstraßen e.V. zu überlassen? Die Idee kam mir, als ich eine offizielle Broschüre der Stadt Wien durchstöberte: „Stadt selber machen, DIY Stadtanleitung“ [PDF Download, 18 MB, vor allem Seite 59 ist inspirativ!] Auch beim „Netzwerk Nachbarschaft“ gibt’s lesenswertes was Straßenfeste angeht. Wieso also nicht alles, Hauptsache unter dem Motto „Reclaim the Osterstreet“?  Ein „nicht-kommerzielles“ Fest mit allem, was sich ausschließlich mit alternativen, neuen und intelligenten Mobilitäts- und Freiraumkonzepten beschäftigt.
Info- und „Einfach-so“stände von z.B. Umweltverbänden, adfc, VCD, Parteien, die meinen, hier tatsächlich dazugehören zu wollen, Radhäusern, Skateläden, CMHH, HVV, Carsharing, Stadtrad, Anwohnern, Initiativen (Urban Gardening?) und der „Osterstraße autofrei!“ könnten ein buntes und frohes Fest mit Rad- und Skaterparcour, dem längsten Straßenkreidebild Hamburgs – von Kindern gemalt,  gemütlichen Chillecken und teilnehmenden Gastronomen von vor Ort für einen richtigen Kracher sorgen, der Eimsbüttel mehr als gut zu Gesicht stünde und vielleicht auch im nächsten Jahr das Thema autofreie Osterstraße am Leben hält. Ein Thema, welches absolut zu schade wäre, in der Versenkung zu verschwinden, wie es einigen, vor allem denen im Bezirksamt, wahrscheinlich am liebsten wäre.  Für mich alleine absolut mehr als eine Spur zu groß, aber vielleicht finden sich ja Leute zusammen, um die Sache gemeinsam in die Hand zu nehmen? Nur eine Idee, aber was meint ihr dazu? Nutzt doch bitte die Kommentar-Funktion!