Premium-Radinfrastruktur

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Vorsicht, Verwechselungsgefahr: Dieses Bild ist von uns, nicht vom adfc

Ein tolles Wortgebilde! Darauf bin aber nicht ich gekommen, nein, so nennt der Bundesvorsitzende des adfc’s das, was es nun braucht, um die „Menschen massenhaft zum Umstieg“ zu bewegen.

Anlass war die Bundeshauptversammlung des Fahrradclubs in Mannheim am letzten Sonntag. Ulrich Syberg, der alte und neue Bundesvorsitzende, möchte nun endlich richtig durchstarten, um spätestens im nächsten Jahr mächtig was zu bewegen – dann steht nicht nur die nächste Bundestagswahl vor der Tür, sondern auch das Fahrrad feiert seinen 200. Geburtstag. „Für uns ist das der richtige Zeitpunkt, mit ganzer Kraft für das Fahrradland Deutschland zu trommeln. Wenn Deutschland die Energie- und Verkehrswende will, dann geht das nur mit deutlich mehr Rad- und Fußverkehr! Dafür brauchen wir ein parteiübergreifendes Verständnis.“, sagt Syberg.

Wir, die wir KURS FAHRRADSTADT ins Leben gerufen haben, um endlich auch in Hamburg mal ordentlich am Rad zu drehen, sind hocherfreut, zu erfahren, wie dieser massenhafte Umstieg gelingen soll, damit „Jung und Alt, Frauen und Männer, routinierte Radler und Neueinsteiger“ sich eingeladen fühlen, Rad zu fahren.

Dafür müssen durchgängige und hochqualitative Radverkehrsnetze [Forderung 1 + 3 KURS FAHRRADSTADT] geschaffen und dem Rad zu Lasten des Autoverkehrs deutlich mehr Platz [Forderung 4 KURS FAHRRADSTADT] im Straßenraum eingeräumt werden. Das Verkehrstempo muss reduziert werden [Forderung 5 KURS FAHRRADSTADT], um ein fahrrad- und fußgängerfreundliches Klima [Forderung 2 KURS FAHRRADSTADT] zu schaffen und die Risiken für ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu minimieren. Radspuren müssen breit genug sein, um auch das Überholen von Cargobikes und Rädern mit Kinderanhängern zu ermöglichen. Sichtbeziehungen müssen durch intelligentes [Forderung 1 + 3 KURS FAHRRADSTADT] Kreuzungsdesign sichergestellt werden. Bei hohem Autoverkehrs-Aufkommen und höheren Kfz-Geschwindigkeiten müssen Radspuren durch physische Barrieren vom Autoverkehr getrennt werden. Das amerikanische Konzept der „Protected Bikelanes“ – bei dem Radspuren durch Poller, Blumenkübel oder Bordsteine von der Kfz-Fahrbahn abgetrennt werden [Forderung 1 KURS FAHRRADSTADT] – geht als neue Möglichkeit der Radverkehrsführung in den Katalog der Infrastrukturlösungen ein.

Syberg: „Die Praxis vieler Kommunen, schmale ‚Mehrzweckstreifen‘ auf die Fahrbahn zu malen und das als Fahrradförderung auszugeben, hat ausgedient.

Dem haben wir nichts mehr hinzuzufügen.

(Liebe adfc-Hamburg Mitglieder, ihr habt nun sicherlich den Segen von ganz oben, es über 750 anderen gleich zu tun und jetzt bei KURS FAHRRADSTADT zu unterzeichnen).

Hier zur Pressemitteilung des adfc’s

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Ein Kommentar zu “Premium-Radinfrastruktur”

  1. … na das ist doch hervorragend! Ich hoffe, der ADFC kann sich jetzt hinter die Petition „Kurs Fahrradstadt“ stellen, die nichts anderes fordert.

    Dort stehen mittlerweile 750 andere Menschen mit ihren Stimmen u.a. so prominente Vertreter wie der Schauspieler Peter Lohmeyer, der Berater in Sachen Nachhaltigkeit für die Bundesregierung, Prof. Bassen, Umweltwissenschaftler, Bezirkspolitiker und ganz viele Hamburgerinnen und Hamburger, denen es reicht.

    Es wird Zeit für ein Umdenken, damit Hamburg nicht nur irgendeine Fahrradstadt wird, sondern ein Vorbild als deutsche Metropole! Dann klappt es auch mit dem Luftreinhalteplan, dem Lärmschutz und all den anderen unsortierten Baustellen in dieser Stadt.

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