Kleine Schritte in richtige Richtung

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Der Unfall an der Bundesstraße („Tod vor Osterstraße“) schlägt mittlerweile immer höhere Wellen im Viertel. Bereits am kommenden Sonnabend, 14. Februar, ruft die Elternrats-Initiative „Tempo 30 Bundesstraße“ (facebook) erneut zu einer Demonstration an der Unfallstelle auf.

Die LINKE Eimsbüttel hatte den Antrag zur Geschwindigkeitsbegrenzung in der Bundesstraße eingereicht („Für Tempo 30 in der Bundesstraße“ Eimsbütteler Nachrichten vom 31.1.2015), der mittlerweile interfraktionell von allen Parteien in Eimsbüttel übernommen wurde und an den Kerngebietsausschuss weitergereicht wurde. Hier beschlossen alle Abgeordneten am 9. Februar einstimmig, die gesamte Bundesstraße zur Tempo 30 Zone zu erklären. Das ist auf jeden Fall schon mal ein riesen Erfolg! Bleibt abzuwarten, was nun die Verkehrsbehörde dazu sagt, die leider wieder das letzte Wörtchen hat, nicht den Bezirken unterstellt ist und auch nicht gerade dafür bekannt ist, genauso innovativ und menschenfreundlich zu denken wie es viele engagierte Bürgerinnen und Bürger tun. Immerhin hat die Polizei eine teils offenbar nicht funktionierende Geschwindigkeitsmessanlage neben die Ampel gestellt, die wahrscheinlich erstes Handeln signalisieren sollte. Inzwischen scheint auch diese heute bereits wieder abgebaut worden zu sein. Besser wäre sicherlich, einfach mal zwei Beamte neben die Ampel am Kaifu zu stellen mit der Aufgabe, die Rotlichtfahrer ganz schnöde raus zu winken und zur Kasse bitten.
Diese Woche hat auch das Elbe Wochenblatt („Protest in Eimsbüttel: Schützt unsere Kinder!“) wieder ausführlich berichtet.

Es ist gut, richtig und wichtig, dass am anderen Ende der Osterstraße soviel Bewegung in die Sache kommt! Schöner noch wäre aber, wenn auch bei den Akteuren rund um die Elternrats-Initiative an der Bundesstraße der Blick durch die tragische Sache auch über den eigenen Unfallort hinaus auf eine etwas höhere Ebene erweitert werden könnte. Wenn sich auch hier entwickeln würde, was „Osterstraße autofrei!“ am entgegengesetzten Ende schon länger fordert: Den Raum wieder denen zu geben, die hier am meisten unterwegs sind – den Menschen im Quartier, nicht den Autos. Tempo 30 kann da nicht alles sein – aber immerhin ein guter Anfang.

„Osterstraße autofrei!“ wird sich in den nächsten Tagen mit brandneuen Ideen wieder aktiv in die Debatte in Eimsbüttel einschalten. Denn „Osterstraße autofrei!“ ist lebendiger denn je, und wie!

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