BID in progress

bid

 

Der nächste Mitspieler steckt offenbar in den Startlöchern: Es hat sich eine Lenkungsgruppe für einen BID – Business Improvement District – gegründet mit dem Ziel, demnächst einen „ordentlichen BID – Antrag“ stellen zu können.

Den „BIDianern“ um Karstadt, Edeka und weiteren (siehe  „Wer wir sind“ auf der BID Homepage) schwebt, nachdem offenbar in den letzten Jahren Gründungsversuche gescheitert waren die Osterstraße in Gänze zu einem BID zu transformieren, nun eine abgespeckte BID Version vor. Der „Innovationsbereich“ umfasst nun nur noch den Bereich um die Kreuzung Heußweg und die Osterstraße zwischen Schwenckestraße und Emilienstraße.

Ein kleines „Problem“ scheint es nun aber zu geben, da die Stadt mit ihrer Stadtraumerneurung Osterstraße den Takt mächtig vorgibt und die Planungen vorantreibt, so dass das BID Projekt eigene Pläne bis zum Ende der städtischen Detailplanungen zurückstecken muss.

Auf der Homepage vom Osterstraßen BID gibt’s viel zu lesen. Auch hier scheint es in erster Linie tatsächlich um die deutliche Qualitätssteigerung des Aufenthaltes an dieser Straße zu gehen. Eine konkrete Aussage, wie der Osterstraßen BID zu den zuletzt veröffentlichten Planungen des Bezirks steht, die u.a. nun die Hälfte aller Parkplätze abschaffen will,  ist allerdings noch nicht zu finden.

Auf dem ersten Blick müsste es – jedenfalls von einigen  Grundgedanken her – eine Menge Schnittmengen mit „Osterstraße autofrei!“ geben. Ganz soweit will der BID aber leider nicht gehen.  Schade. (Positionspapier [PDF] vom Lenkungsausschuss des BIDs)
Erstaunlich immerhin, dass es hier offensichtlich „Verquickungen“ gibt in Form von Personen, die auch im Osterstraßen e.V. aktiv sind. Letzterer hat sich mit Anfragen von „Osterstraße autofrei!“ und den Ideen dahinter allerdings sehr schwer getan.

Grundsätzlich sollte die Frage im Raum stehen, ob es für Eimsbüttel wirklich eine vernünftige Lösung wäre, ein BID einzurichten. Oder ob es nicht viel besser wäre, auf einen BID zu verzichten. Eine Art wie-auch-immer-quasi-halb-oder-viertel-privatisierte Straße (und wenn auch nur auf Zeit) mit eventuellen unangenehmen Begleiterscheinungen sollte in diesem Viertel wohl besser nicht entstehen.

Öffentlicher Raum gehört allen, auch den hier wohnenden direkten AnwohnerInnen! Nicht nur den Geschäftsleuten an der Osterstraße.

Mehr dazu auch hier: Bitte ein BID

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