Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten

Noch eine interessante Sache, über die ich gestolpert bin.
Es scheint tatsächlich genau so zu sein: Baue ich ’normale‘ Straßen, wollen die Leute sie natürlich sogleich mit ihren Autos in Beschlag nehmen. Dann fahren immer mehr Autos auf ihr, bis es Staus gibt und die Planer davon ausgehen, dass die Nachfrage es rechtfertigt, diese Straße zu verbreitern. Es fließt noch mehr Verkehr, wieder gibt es Staus usw. usf..

Das ganze hängt mit unseren ureigenen Gewohnheiten zusammen, denn der Mensch neigt dazu, das zu tun, was alle tun. Sie kaufen Autos und fahren Autos.

Andersherum funktioniert es aber demnach genau so – baue ich Fußgängerzonen oder Fahrradwege, gehen die Leute eben zu Fuß oder fahren Rad. Wenn es nämlich „von oben“ so gewollt ist, denken sich die Leute, dass es schon richtig sein wird und akzeptieren es auch deutlich eher. Wenn dann viele zu Fuß gehen oder radeln, schließt sich irgendwann auch der Rest an. Auf der Osterstraße könnte man diesen Effekt wahrscheinlich bestens studieren, wenn sie denn tatsächlich autofrei gemacht wird.

Hintergründe dieser These sind auf der Seite der autofreien Stadt näher erläutert.

 

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