Bäume fällen an der Osterstraße?

CIMG4075
Könnten bald alle weg sein: Bäume an der Osterstraße zwischen Hellkamp und Methfesselstraße

Wenn beim Umbau der Osterstraße weiterhin im Sinne der PKWs geplant wird  und Fahrradstreifen auf die Straße kommen – was ja auf jeden Fall eine gute Sache ist – , werden einige ganz sicher in die Röhre gucken: Bäume.

Vor allem im hinteren Teil der Osterstraße, also dem Stück zwischen Hellkamp und Methfesselstraße, stehen die Bäume beinahe direkt an der Straße. Schöner, alter Baumbestand, der Schatten spendet, Farbe in die Straße bringt und Luft reinigt.

Auf einen gestrichelten Mittelstreifen wird man bei einer Straßenbelastung von ca. 15.000 Autos am Tag sicherlich nicht verzichten wollen. Was in der deutlich weniger befahrenen Eimsbütteler Chaussee so umgesetzt werden konnte, wird in der Osterstraße schon aus Sicherheitsgründen gewiss nicht so kommen. Bedeutet, dass die Straße breiter werden muss, wenn sich Radwege dazugesellen und diese eben nicht durch grüne Botanik laufen sollen. Bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder es bleibt alles so wie heute (Hurra!!!), oder es wird umgestaltet und kommt weg, was im Weg steht.

Auf der allgemeinen, öffentlichen Infoveranstaltung am 24. Februar im Hamburg Haus wurde diese Thematik auch angesprochen – ich zitiere aus dem Protokoll, welches man sich auf der Hamburg.de Seite [PDF Download, 250 KB]  auch in ganzer Länge herunterladen kann:

Anmerkung aus dem Plenum:
[…]  „Zum Thema Bäume: Bei anderen Umbaumaßnahmen sind viele Bäume gefällt worden. Vom alten Baumbestand soll bitte nichts mehr wegkommen.“

Herr Pröwrock: (Leiter des Fachamts Management des öffentlichen Raumes im Bezirksamt Eimsbüttel)
[…] „Es ist nicht geplant, dass Straßenbäume in großem Umfang fallen sollen. Allerdings gehen Straßenbäume irgendwann zu Grunde, da sie ganz natürlich eine beschränkte Lebenszeit haben. Heutzutage müssen viele Bäume leider früher entnommen werden. Es wird zwar versucht, diese Verluste zu ersetzen, jedoch sind große und alte Bäume nicht wirklich durch junge ersetzbar, diese benötigen viele Jahre, bis sie die Größe der alten erreicht haben. Der Bezirk hat ein hohes Interessen an einem schönen Stadtbild, aber es wird unter Umständen nicht ausbleiben, dass einzelne Bäume weggenommen werden müssen. Details kennt man nach Fertigstellung des Plans.“

Tolle, neue Osterstraße?
Genauso viele Autos wie heute, weniger Schatten und obendrein für die Anwohner wegen fehlendem alten Baumbestand dreckigere Luft? Wer setzt sich dann noch gerne in Restaurants und Cafés in einer trostlos wirkenden Straße an die Tische vor die Tür, wenn es nur noch mickrige, neue Bäumchen gibt, die Jahre, wenn nicht Jahrzehnte brauchen, ehe sie die alten tatsächlich ersetzen können? Am Ende noch „Hamburg, mein Baum, meine Stadt“, und wir zahlen alle mit? Falls es überhaupt alle tun??? Doppeltes „Hurra, Hurra!!!“

Dabei ginge es alles auch ganz anders: Auf einer autofreien Osterstraße dürfte der tatsächliche Platz, der sich aus den Abständen der gegenüber stehenden Bäume ergibt, locker reichen, um eine  Fußgängerzone mit schicken Radwegen und einen „Notfall“ (Anliefer-, Anlieger mit Genehmigung-) Fahrstreifen realisieren zu können. Dafür müsste wohl kaum ein Baum dran glauben.

Diese andere Variante finden Sie besser? Dann unterstützen Sie sie hier und jetzt und unterzeichnen Sie die Online-Petition!

CIMG4077
Das wird eng! Zu eng für die Bäume?
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s