Kein fernes Einzelschicksal – DEINE Heimat!

petition 203

Ein Monat ist rum, 203 Menschen unterstützen bisher die Idee einer neuen, besseren Osterstraße für alle. Einer Straße, die zumindest teilweise autofrei sein sollte, wenn diese ab dem nächsten Jahr umgebaut wird. 203 Unterstützer und Unterstützerinnen in einem Stadtteil mit knapp 60.000 Bewohnern.
Das kann nicht sein.
Hey Eimsbüttel, wo seid Ihr alle?

Um die 20% erreichten Die Grünen in der letzten Bezirksversammlungswahl 2011 im so „naturverbundenen Alternativ-Öko-Bio“-Wahlkreis 6 Eimsbüttel-West/Stellingen. Die Resonanz auf die beinahe 2000 verteilten Flyer an Besucher des Osterstraßenfestes und auch in den Tagen danach in den Straßen des Viertels kam bei Bewohnern überwiegend sehr gut an. „Toll, dass es diese Aktion gibt!“, „Klasse Idee“, „Schön wär’s!“ und „Mehr Platz fehlt tatsächlich“ waren Sätze, die wir so oder ähnlich wirklich vielfach in kurzen Gesprächen gehört hatten.
Nur – warum haben all diese Leute es nicht geschafft, einmal auf diese Seite zu kommen, um tatsächlich praktisch zu unterstützen – indem sie unterzeichnen?

Ich habe bewusst den Weg der Online-Petition gewählt, weil ich denke, dass es eigentlich eine seriöse Sache ist, wenn jeder zu Hause – oder mobil – in Ruhe und für sich entscheiden kann, ob der Wille zum Mitmachen da ist oder nicht. Außerdem sollte jeder die Möglichkeit haben, sich über das Vorhaben im Vorwege zu informieren und erfahren zu können, warum ich mich für die autofreie Osterstraße einsetze. Alles mit QR Codes, alles da um es einfach zu haben. Zu unterzeichnen dauert für Eilige keine 1,5 Minuten. Habe ich zuviel zugemutet? Zu kompliziert? Dabei hängen mittlerweile an vielen Orten Zettel aus – gut sichtbar in Scheiben. Kaum zu Hause – alles vergessen?

Andererseits – vor wenigen Tagen erreichte eine Onlinepetition auf Change.org über 24.000 Unterschriften, weil es einem Kind mit Down-Syndrom nach der Grundschule verwehrt wurde, mit all seinen anderen Schulfreunden ans Gymnasium wechseln dürfen. Und das in einem Land, in dem Teile (HH!) die Einführung der Primarschule zu Ungunsten der Gymnasien in einem Volksentscheid ablehnte. Ich freue mich natürlich über den Erfolg, der offensichtlich möglich war, weil es ein schicksalhafter Einzelfall ist, weil er weit von mir weg ist, es mich nichts kostet und wahrscheinlich auch nie wieder berührt.

Die autofreie Osterstraße ist dabei eigentlich nichts anderes. Auch hier ist es ein schicksalhafter Einzelfall. Nämlich DEINER! Es geht um DEINE unmittelbare Nachbarschaft, es geht darum, DEINER Bezirksregierung zu sagen, was DEINE WÜNSCHE sind. Es geht um nichts anderes als die Möglichkeit, DEINE ZUKUNFT vor Ort durch Teilhabe (eventuell, – immerhin) mitzugestalten. Es geht um DEINE AUTOFREIE OSTERSTRAßE! Eine gute Minute Zeit sollte sie Dir wert sein.

Vielleicht mag ja auch jeder kurz noch einmal überlegen, ob es nicht doch noch Freunde, Nachbarn, Kollegen gibt, die man über diese Aktion informieren könnte. Würden z.B. die 203 Leute, die bereits unterzeichnet haben,  jeweils nur 5 weitere klarmachen, wären wir schon über 1000…

Hey Eimsbüttel – da geht noch was! Aber sowas von….

 

 

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